"Wie eine Wurzelbehandlung": Til Schweigers "Honig im Kopf" enttäuscht US-Kritiker

"Wie eine Wurzelbehandlung": Til Schweigers "Honig im Kopf" enttäuscht US-Kritiker





In Deutschland sorgte Til Schweiger mit seiner Tragikomödie "Honig im Kopf" 2014 nicht nur für Erfolg an den Kinokassen, auch viele Kritiker fanden seinen Film sehenswert.

Was macht man also, wenn man den deutschen Markt in der Tasche hat? Man dreht das Ganze einfach noch mal, angepasst für den amerikanischen Markt. Und so verpflichtete Schweiger Alt-Hollywood-Star Nick Nolte für die Rolle des alzheimerkranken Großvaters und übernahm erneut selbst die Regie. Stars wie Matt Dillon, Emily Mortimer und Eric Roberts sind ebenfalls in "Head Full of Honey" zu sehen.

Doch ganz so, wie Til Schweiger sich das vorstellte, scheint es wohl nicht zu laufen. In den USA startete der Film nun in ausgewählten Kinos - und die Kritiken sind vernichtend.

So schreibt der "Observer", der Film sei "so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung". Das Remake wird in dem Artikel als "unnötig" beschrieben  - wer glauben würde, dass ein zehnjähriges Kind einfach mitten in der Nacht mit seinem senilen Opa ohne Geld in einen Luxus-Zug nach Italien steigen könne, dem könne man auch die Brooklyn-Brücke zu einem Schnäppchenpreis verkaufen.

Auch die "New York Times" lässt kein gutes Haar an Schweigers US-Remake. Als "desaströs" bezeichnet die Zeitung "Head Full of Honey", der Plot sei bizarr, die Performances schrill, und beim Schnitt habe man das Gefühl, er entstamme einer Küchenmaschine.

"Honig im Kopf" kam 2014 in die deutschen Kinos und wurde zur erfolgreichsten Komödie des Jahres. Dieter Hallervorden spielte den an Alzheimer erkrankten Amandus Rosenbach, der sich zusammen mit seiner Enkelin, gespielt von Emma Schweiger, auf eine Reise nach Venedig begibt. Dem Ort, an dem er seinerzeit die Flitterwochen mit seiner Frau verbracht hatte. Das US-Remake "Head Full of Honey" wird voraussichtlich am 21. März 2019 in den deutschen Kinos starten.

Quelle: teleschau - der mediendienst