Montserrat Caballé

Montserrat Caballé





Die Musikwelt trauert um Montserrat Caballé

Sie galt als die letzte große Operndiva, hatte aber auch jenseits der Theaterbühnen zahlreiche Fans und Verehrer: Montserrat Caballé ist tot. Die spanische Star-Sopranistin starb am Samstag im Alter von 85 Jahren in ihrer Heimatstadt Barcelona an den Folgen einer Gallenblasen-Infektion.

María de Montserrat Bibiana Concepión Caballé i Fonch, so ihr vollständiger Name, begann bereits als Siebenjährige zu singen. Nach einem Opernstudium in Barcelona und Mailand debüttierte sie dann 1956 in Basel als Mimi in Puccinis "La Bohème". In der Folge gelang Montserrat eine beispiellose Karriere mit Auftritten in sämtlichen großen Opernhäusern der Welt, darunter die New Yorker Carnegie Hall, das Londoner Royal Opera House, die Hamburgische sowie die Wiener Staatsoper und das Teatro La Fenice in Venedig.

Zu ihrem Repertoire gehörten unter anderem die Opern von Rossini, Puccini, Verdi, Bellini und Donizetti. 2007 wurde Montserrat, die insgesamt 4.000 Auftritte absolvierte, mit dem Echo Klassik für ihr Lebenswerk ausgezeichnet; im gleichen Jahr wurde sie zur Kammersängerin der Wiener Staatsoper ernannt.

Montserrat Caballé gelang es neben ihren Erfolgen an der Oper auch, Hoch- und Populärkultur zusammenzuführen, wodurch sie auch beim Pop-Publikum bekannt wurde. 1987 nahm sie ein gemeinsames Album mit Queen-Sänger Freddie Mercury auf - der darauf enthaltene Song "Barcelona" wurde 1992 zur Erkennungsmelodie für die Olympischen Spiele in Montserrats Geburtsstadt. 1997 entstand außerdem das Album "Friends For Life", auf dem Caballé unter anderem Duette mit Helmut Lotti, Bruce Dickinson (Iron Maiden), Johnny Halliday und Johnny Logan singt.

Der spanische König Felipe VI. würdigte Caballé in einer Beileidsbekundung als "Legende universeller Kultur". José Carreras, den Caballé einst entdeckt und gefördert hatte, erklärte gegenber einem spanischen Radiosender: "Von all den Sopranistinnen, die ich live gehört habe, war keine wie Montserrat."

Quelle: teleschau - der mediendienst