Nach Begnadigung durch Trump: Stallone plant Biopic über Boxer Jack Johnson

Nach Begnadigung durch Trump: Stallone plant Biopic über Boxer Jack Johnson





Nachdem er für seine Begnadigung kämpfte, verfilmt er nun sein Leben: Hollywood-Star Sylvester Stallone plant ein Biopic über das Leben des ersten schwarzen Schwergewichtweltmeisters Jack Johnson. Zuvor hatte sich der ehemalige "Rocky"-Darsteller für eine posthume Begnadigung des Boxers eingesetzt, der Anfang des 20. Jahrhunderts aus rassistischen Motiven inhaftiert und so vom Boxsport ausgeschlossen wurde. Als sich weiße Boxer endlich nicht mehr geweigert hatten, gegen ihn zu kämpfen, wurde Johnson zwischen 1908 und 1915 erster schwarzer Weltmeister im Schwergewicht.

Dass ein Schwarzer die Weißen besiegte, war ein Affront. Man verurteilte Johnson deshalb nach einem neuen Gesetz, weil er mit einer Frau für "unmoralische Zwecke" in einen anderen Bundesstaat gegangen war. Eine Ex-Affäre wurde zur Falschaussage gedrängt - und Johnson trat nach kurzem Exil in Frankreich 1920 seine Haftstrafe an. Erst heute wurden die Erfolge des 1946 verstorbenen Boxers gewürdigt und die Kampagne gegen ihn offiziell verurteilt: Unterstützt von Sylvester Stallone wurde Jack Johnson kürzlich von US-Präsident Donald Trump begnadigt; er sei laut Trump Opfer "einer Ungerechtigkeit geworden, die viele als rassistisch motiviert ansehen".

Um der Legende Ehre zu erweisen, will Stallone die Geschichte nun verfilmen. Laut "Deadline" gründete er zu diesem Zweck eine eigene Produktionsfirma namens "Balboa Productions". Ob er selbst als Darsteller fungieren wird, ist noch nicht bekannt. Schon 1970 war Johnsons Geschichte unter dem Titel "Die große weiße Hoffnung" verfilmt worden.

Quelle: teleschau - der mediendienst