Aus Protest gegen Woody Allen: Schauspieler spenden ihre Gagen

Aus Protest gegen Woody Allen: Schauspieler spenden ihre Gagen





Die Schauspieler Rebecca Hall und Timothée Chalamet wollen ihre Gagen aus dem aktuellen Woody-Allen-Projekt "A Rainy Day in New York" spenden. Ihre Entscheidung posteten die beiden Darsteller auf Instagram: "Ich will nicht von meiner Arbeit an diesem Film profitieren, und aus diesem Grund werde ich meine gesamte Gage spenden", äußerte sich Chalamet. Rebecca Hall, die bereits 2008 in Allens "Vicky Cristina Barcelona" die Hauptrolle spielte, postete ebenfalls einen emotionalen Kommentar, in dem sie auf die Anschuldigungen durch Dylan Farrow Bezug nahm. "Ich erkenne nicht nur, wie kompliziert diese ganze Angelegenheit ist, sondern auch, dass meine Handlungen dazu führten, dass sich eine andere Frau zum Schweigen gebracht und abgelehnt fühlt."

Allen soll seine Adoptivtochter Dylan Farrow im Alter von sieben Jahren sexuell missbraucht haben. Die heute 32-jährige Frau veröffentlichte bereits 2014 einen offenen Brief in der "New York Times". Sie beschrieb detailliert den angeblichen Missbrauch durch ihren berühmten Adoptivvater. Auch die "Los Angeles Times" veröffentlichte einen persönlichen Kommentar von Farrow dazu. Woody Allen streitet die Anschuldigungen ab. Zu einer Verurteilung des Regisseurs kam es nie, da bereits zwei Ermittlungen gegen ihn ohne Ergebnis blieben.

Doch das Ansehen des Regisseurs ist stark angekratzt. Immer mehr Hollywood-Stars richten sich öffentlich gegen Allen. In den letzten Tagen posteten Oscar-Preisträgerinnen Natalie Portman, Reese Witherspoon und Jessica Chastain, dass sie Dylan Farrows Anschuldigungen Glauben schenkten. Schauspieler Alec Baldwin dagegen vertritt eine andere Meinung und postete seine Ablehnung der öffentlichen Anprangerung des Regisseurs am Dienstag auf Twitter: "Die Abkehr von ihm und seinen Werken dient zweifellos einem Zweck. Aber ich finde es unfair und traurig."

Woody Allens Film "A Rainy Day in New York" befindet sich momentan in der Postproduktion. Der Streifen soll 2018 in die Kinos kommen.

Quelle: teleschau - der mediendienst