Florian Silbereisen

Florian Silbereisen





"Nur ganz wenige hatten an mich geglaubt"

Eine Extra-Dosis Fernweh gefällig? Bitte sehr: "Wenn das Morgenlicht erwacht nach der schönsten Sommernacht - auf dem Traumschiff, auf dem Traumschiff! Wenn der Horizont erstrahlt, wie aus Glücksgefühl gemalt - auf dem Traumschiff ... wird ein Wunder für dich wahr!" Das Schlager-Trio Klubbb3 schwelgt in seinem neuesten Hit in purer Reiselust. War eigentlich klar, dass so etwas dabei herauskommen muss, wenn ein Florian Silbereisen mit seinen beiden Boygroup-Mitstreitern Jan Smit und Christoff De Bolle auf dem "Traumschiff" anheuert. "Der Dreh hat uns zu einem sehr romanischen Schlager inspiriert", schwärmt Silbereisen nun im Interview von den Erfahrungen an Bord des ZDF-Quotendampfers und von einem wohl irgendwie logischen Lied, das sinnigerweise auch noch "Auf dem Traumschiff" heißt. Am Ostersonntag, 16. April, 20.15 Uhr, ist die Folge ("Das Traumschiff: Tansania") mit den drei "Märchenprinzen", über deren Auftritt in den vergangen Wochen schon viel spekuliert wurde, endlich im Programm. Wenige Tage vor der Filmpremiere verrät der 35-jährige Entertainer Silbereisen, was es wirklich mit der Rolle im ebenfalls 35 Jahre alten Programmklassiker auf sich hat.

teleschau: Herr Silbereisen, verraten Sie uns, von welchem Beruf Sie als Kind geträumt haben?

Florian Silbereisen: Gerne: Ich habe schon immer davon geträumt, einmal auf der Bühne zu stehen und die Menschen zu unterhalten. Schon als kleiner Bub habe ich am Sonntagmorgen meine Eltern in aller Frühe mit der Harmonika im Schlafzimmer überrascht und geweckt. Denen war dann irgendwann lieber, dass ich auf der Bühne spiele (lacht).

teleschau: Also standen Berufe wie Astronaut, Lokführer oder Kreuzfahrtschiff-Kapitän nicht auch auf Ihrer Liste?

Silbereisen: Eigentlich nicht. Aber wenn ich dann schon mal auf dem Traumschiff bin und die Wahl habe, finde ich Kapitän natürlich am besten! Ich bin sehr gerne auf dem Meer. Egal ob Segelboot oder Motorboot. Zum Glück werde ich nicht seekrank.

teleschau: Umtreibt Sie das Fernweh?

Silbereisen: Ich reise grundsätzlich sehr gerne und bin offen für neue Reiseziele. Mindestens genauso gern wie ich reise, komme ich aber auch immer wieder in meine Heimat zurück.

teleschau: Es heißt, dass Menschen, die wie Sie im Sternzeichen des Löwen geboren sind, sich gerne mit Luxus umgeben ... Ist da etwas dran?

Silbereisen: Natürlich schlafe ich - wie wohl jeder - lieber in guten Hotels als in schlechten, wenn ich die Wahl habe. Ich bin aber mindestens genauso glücklich, wenn ich nur mit einem Rucksack auf dem Rücken verreise.

teleschau: Mussten Sie lange überlegen, an Bord des "Traumschiffs" eine Rolle zu übernehmen?

Silbereisen: Nein, ich musste nicht lange überlegen. Ich habe Wolfgang Rademann in einem sehr privaten Rahmen einmal versprochen, dass ich mal mitspielen werde. Für mich war nur wichtig, dass ich mit meinen Klubbb3-Kollegen Jan und Christoff an Bord gehen kann. Ich habe mich deshalb gleich nach der Anfrage mit den Jungs abgesprochen.

teleschau: Das "Traumschiff" ist genau wie Sie 35 Jahre alt. Waren Sie schon als Bub ein Fan?

Silbereisen: Ja, natürlich. "Das Traumschiff" habe ich bereits als Kind geschaut. Umso mehr ist es für mich jetzt eine Ehre, gemeinsam mit Jan und Christoff als erste Band auf dem Traumschiff singen und gleichzeitig auch noch in verschiedene Rollen schlüpfen zu dürfen. "Das Traumschiff" ist einfach Kult.

teleschau: Was macht den Erfolg der Sendung aus?

Silbereisen: Der Zuschauer kann von der Couch aus in die entferntesten Regionen eintauchen und sich auf ein Happy End freuen. Der Dreh auf dem Traumschiff hat uns auf jeden Fall zu einem sehr romanischen Klubbb3-Schlager inspiriert: "Auf dem Traumschiff". Wir haben ihn für unser aktuelles Album "Jetzt geht's richtig los!" gleich nach der Rückkehr vom "Traumschiff" aufgenommen.

teleschau: Ihr Jahr ist einmal mehr voll mit Terminen: Fernseh-Shows, Tourneen - egal ob alleine oder mit Klubbb3 ... Haben Sie nicht manchmal Lust, einfach auf die Bremse zu treten und eine längere Auszeit zu nehmen?

Silbereisen: Da ich das Glück habe, mein Hobby als Beruf ausüben zu können, überwiegt bei mir der Spaß an der Arbeit. Wenn ich gemeinsam mit meinen Freunden Jan und Christoff unterwegs bin, fühlt sich das auch gar nicht wie Arbeit an.

teleschau: Das Außergewöhnliche an Ihrem Beruf ist aber auch die permanente Begleitung durch die Öffentlichkeit, die Sie schon seit sehr jungen Jahren erleben ...

Silbereisen: Ja, manchmal kann die permanente Medienbeobachtung schon etwas nerven. Wenn ich beispielsweise in der Tankstelle an der Kasse stehe und die Schlagzeilen über mich auf manchen Zeitschriften lese, erschrecke ich oft darüber, was ich angeblich gerade wieder durchstehen muss, von dem ich gar nichts weiß (lacht).

teleschau: Den Ausbildungsberuf "Entertainer" gibt es ja nicht - was bezeichnen Sie im Rückblick als die entscheidenden Stationen in Ihrer Karriere?

Silbereisen: Als kleiner Bub war für mich mein allererster Fernsehauftritt ein ganz tolles Erlebnis, das ich bis heute nicht vergessen habe. Genauso wie der 7. Februar 2004, als ich meine erste "Feste"-Show live präsentieren durfte! Nur ganz wenige hatten damals an mich geglaubt.

teleschau: Sie waren erst Anfang 20. Was passierte damals?

Silbereisen: Sofort nach der Show hat Rudi Carrell meinen Manager angerufen und gesagt, dass er geglaubt hatte, der Beruf des Showmasters sei ausgestorben, aber jetzt wisse er, dass der Beruf weiterleben werde. Das von einem Mann zu hören, der weiß Gott nicht zimperlich mit seinen Kollegen umgegangen ist, war etwas ganz Besonderes.

teleschau: Und dann? Worauf kommt es an, um in diesem Metier über so viele Jahre erfolgreich zu bleiben?

Silbereisen: Besonders wichtig ist es, nie auf der Stelle stehen zu bleiben. Als Showmaster möchte ich mich natürlich ständig weiterentwickeln und meinen Zuschauern Neues bieten.

teleschau: Und ab und zu muss man auch mal ausspannen. Gibt es schon konkrete Urlaubspläne für dieses Jahr?

Silbereisen: Nein. Ich mache immer wieder spontan Urlaub. Daher habe ich selten feste Reiseziele, die ich Monate vorher plane. Für Tipps bezüglich neuer Reiseziele bin ich aber immer offen (lacht).

Quelle: teleschau - der mediendienst