Alexander Keen

Alexander Keen





"Ich nehme alles, was ich kriegen kann"

Sein echter Nachname ist Kühn. Und genauso wagemutig sei er auch, erklärt der selbstbewusste junge Mann, den beinahe jedes Kind inzwischen als Alexander Keen, vor allem aber unter seinem Spitznamen "Honey" kennt. "Honey" hat gerade in München die Livesendung "Küche & Co - Die Reiseshow" für sonnenklar.TV aufgezeichnet und aus diesem Anlass zum Gespräch geladen. Er wird ab 19. April für den Sender als Reisereporter aus Marrakesch berichten. Und sonst?

Zur Erinnerung: Vor nicht einmal einem Jahr gab "Honey" auf kuriose Weise sein TV-Debut: Damals noch als kameraverliebter Freund der späteren "GNTM"-Gewinnerin Kim Hnizdo. So kam er zunächst zu einer eher zweifelhaften Berühmtheit, die ihn direkt in den illustren Teilnehmerkreis von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" (RTL) spülte. Nach dem vielbeachteten Auftritt im Dschungelcamp warten nun die seriösen Jobs auf ihn, betont der 34-Jährige im Interview. Trotzdem scheint Honey noch weit davon entfernt zu sein, wo er einmal hin möchte.

Man kann kaum hinter die Fassade schauen bei dem erprobten "Reality-TV"-Star. Honey hat verstanden, wie die Medien funktionieren, und er spielt, ganz Profi, auch damit, wie er offen zugibt. Hängt Alexander Keen hinter einen Satz wie "Geld ist mir nicht wichtig", die Worte: "Aber das darf keiner wissen", dann ist klar, dass er diese Sätze später auf dem Papier lesen möchte.

Trotzdem ist Honey locker, sympathisch und dann doch in mancher Hinsicht ganz anders als viele Fernsehzuschauer wahrscheinlich vermuten würden. Der Ex-Dschungelcamper verrät, dass er gerade dabei ist, Musik zu produzieren. Mit "Trash-TV" sei er durch. - Nur: "Germany's Next Topmodel" zähle für ihn nicht dazu. Auf die Frage, ob man ihn dort bald wieder sieht, grinst er breit, er wisse nicht, was er schon verraten dürfe.

Doch Honey wäre nicht Honey, hätte er nur ein Projekt: Mit-Dschungelcamper Markus Majowski wird ihm Schauspielunterricht geben, verrät er. "Ich würde mit einer kleinen Rolle im Film anfangen. Ich spiele auch die Wasserleiche ohne Text, ich nehme alles, was ich kriegen kann." Letzteres scheint ein wenig das Motto von Honey zu sein.

Doch das stört ihn nicht. Er sei Generalist, meint Keen: In nichts perfekt, aber in vielem gut. "Mut zum Mittelmaß", verkündet er seine Parole. "Die meisten Menschen scheitern daran, dass sie perfekt sein wollen und dann machen sie vieles gar nicht. Lieber im Durchschnitt eine Sache umsetzen, als in Perfektionismus zu sterben".

Wenn der Wahl-Frankfurter über seinen Sohn spricht, dann kann man ihm keinesfalls Berechnung unterstellen. Stolz erzählt er von dessen brillanten schulischen Leistungen und malt ihm eine Karriere als Arzt oder Wissenschaftler aus. Trotzdem gibt sich der Papa bescheiden: "Die Intelligenz hat er von der Mutter".

Obwohl man oft das Kalkül spürt, mit dem Alexander Keen arbeitet, so kann er trotzdem mit Authentizität überzeugen. Er hat keine Angst zu polarisieren, gibt sich aufrichtig in einer Rolle, die er perfektioniert hat: die des Selfmade-Medienstars. Das ist sein Erfolgsrezept und sein Markenzeichen - so hat er sich in zehn Monaten einen Namen aufgebaut. "Ich sehe mich selbst nur als Sternchen, nicht als Star. Mittlerweile bin ich kein Z-Promi mehr, sondern ein C-Promi!"

Quelle: teleschau - der mediendienst