Reboot-Regisseur: Robert Rodriguez soll "Die Klapperschlange" zu neuem Leben erwecken

Reboot-Regisseur: Robert Rodriguez soll "Die Klapperschlange" zu neuem Leben erwecken





Jetzt könnte Snake Plissken tatsächlich zurückkehren: Nachdem das Reboot des 80er-Jahre-Kultstreifens "Die Klapperschlange - Flucht aus New York" (1981) einige Jahre durch die Hände verschiedener Hollywoodgrößen wanderte, gibt es nun konkrete Pläne zur Umsetzung. Produzent John Carpenter, der im Original noch Regie führte, meldete kürzlich über seinen Facebook-Account, dass der Regisseur für die Neuverfilmung gefunden sei: Robert Rodriguez ("Sin City", "Machete") soll diesmal die Arbeit hinter der Kamera verantworten.

"Ich bin begeistert. Robert ist ein großartiger Regisseur", so Carpenter, der bei der Neuauflage als Executive Producer fungiert. Neil Cross, Autor der Krimiserie "Luther" ist für das Drehbuch verantwortlich. Drehstart könnte noch 2017 sein. Dem Vernehmen nach sind drei neue Snake-Plissken-Filme geplant. Der erste könnte eine Art Prequel sein, das die Vorgeschichte des Antihelden erzählt. Wer die Hauptrolle übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Jene Fans, die einer Neuauflage des Klassikers eher kritisch gegenüberstehen, dürfte diese Entscheidung freuen. Rodriguez gilt als großer Bewunderer des Originals. Schon mit zwölf Jahren schaute er dem eigenen Bekunden nach Carpenter-Filme. "Damals haben die Filmemacher mit wenig Geld auch Großes zustandegebracht." John Carpenter und er sind seit Jahrzehnten miteinander bekannt. Unter anderem traf man sich auch beim Dreh der "Klapperschlangen"-Fortsetzung "Escape from L.A." (1996), in der wie schon im ersten Teil Kurt Russell die Hauptrolle spielte. "Ich habe mit beiden gesprochen und ihnen gesagt: 'Ihr seid der Grund dafür, dass ich jetzt Filme mache", erinnerte sich Rodriguez in einem Interview an diese Begegnung.

"Die Klapperschlange" spielte im damals fernen 1997: New York ist wegen der überbordenden Kriminalität abgeriegelt und zu einer Gefängnisinsel geworden. Als das Flugzeug des US-Präsidenten ausgerechnet in dem gesetzlosen Moloch abstürzt, muss Ex-Elite-Soldat Snake Plissken (Russell) das Staatsoberhaupt finden und retten.

Lange war darüber spekuliert worden, ob statt einer Neuauflage nicht doch ein dritter Teil entstehen könnte. Kurt Russell selbst hatte jedoch einer Mitwirkung stets eine Absage erteilt. "Eine dritte Snake-Story kam für mich nie in Frage", erklärte er kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Die Faszination, die die Figur weltweit bis heute bei vielen Fans hat, kann er sich dennoch erklären: "Glauben Sie mir, Snake Plissken würde mit Ihnen nie etwas zu tun haben wollen. Mit Ihnen nicht, mit mir nicht, mit John Carpenter nicht. Mit niemandem. Ich glaube, das ist ein Gefühl, das viele Männer immer mal wieder in sich tragen. Jeder fragt sich irgendwann, ob es nicht besser wäre, wie eine Insel zu sein in diesem Leben. Einfach nur mal seine Ruhe zu haben, die vollkommene Kontrolle über sein eigenes Schicksal zu besitzen. Das hat natürlich etwas Anziehendes."

Quelle: teleschau - der mediendienst