SAG-Awards: Hollywoodstars üben massive Kritik an Trump

SAG-Awards: Hollywoodstars üben massive Kritik an Trump





Preise wurden auch verliehen bei den SAG-Awards, etwa an Denzel Washington und Emma Stone als beste Hauptdarsteller in "Fences" beziehungsweise "La La Land". Wenige Tage nach der Amtseinführung Donald Trumps stand die Verleihung der Filmpreise, die alljährlich von den 200.000 Mitgliedern der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild vergeben werden, aber ganz im Zeichen der Politik. Vor allem Trumps Dekret, Menschen aus einigen muslimischen Ländern nicht mehr ins Land zu lassen, wurde von der anwesenden Hollywood-Prominenz massiv kritisiert. "Mein Vater ist vor religiöser Verfolgung aus dem Nazi-besetzten Frankreich geflohen", sagte Julia Louis-Dreyfus, die als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie ("Veep") geehrt wurde. Für Trumps Dekret findet sie klare Worte: "Das ist unamerikanisch!" Mahershala Ali, geehrt als bester Nebendarsteller ("Moonlight"), verwies in seiner Rede auf seinen islamischen Glauben. "Wir sehen, was passiert, wenn man Menschen schikaniert", sagte Ali, "sie klappen in sich zusammen." Tosenden Beifall erhielt David Harbour, der als Teil des Ensembles der Netflix-Serie "Stranger Things" geehrt wurde. "Wir werden die Lügen hinter uns lassen und Monster jagen", so Harbour. "Und wenn wir verloren sind inmitten von Scheinheiligkeit und beiläufiger Gewalt, werden wir einigen Leuten ins Gesicht schlagen, wenn sie versuchen, die Schwachen zu zerstören." Die SAG-Awards gelten neben den Golden Globes als wichtigster Indikator für die Verleihung der Oscars am 26. Februar.

Quelle: teleschau - der mediendienst