Die große Flop-Parade 2016

Die große Flop-Parade 2016





Diese Filme scheiterten in diesem Jahr an den Kinokassen

Wer sich als Filmschaffender auf einer der vielzitierten "Forbes"-Listen wiederfindet, darf das normalerweise als Bestätigung seiner Arbeit verstehen. Schließlich listet das US-Magazin in schöner Regelmäßigkeit die bestverdienenden, reichsten, erfolgreichsten Schauspielerinnen und Schauspieler auf - und setzt damit im Entertainment-Betrieb eine ökonomisch messbare Größe, die auch Fondsmanager verstehen. Dass jedoch nicht alle Zahlen positiv besetzt sein müssen, zeigt eine neue Liste der Wirtschaftszeitschrift: Die zehn größten Kinoflops des Jahres 2016 dürften ihren Schöpfern noch lange Kopfschmerzen und Vergessensdrang bereiten - auch wenn oder gerade weil es nur um die schlechtesten weltweiten Einspielergebnisse geht. Ganz oben mit dabei: ein Film, der elf Millionen Dollar kostete, lediglich 4,4 Millionen einspielte, und hierzulande nicht mal im Kino zu sehen war.

"Max Steel" heißt der Actionkracher, der so krachend floppte. Der Superheldenfilm wollte auf den rasenden Marvel- und DC-Zug aufspringen, geriet aber eher schmerzhaft darunter - mit über 60 Prozent Miese führt die Zeichentrickfilm-Adaption die "Forbes"-Liste der Kinofilme mit den schlechtesten Einspielergebnissen an. Doch auch große Namen führen nicht automatisch zum Erfolg, wie die Zahlen zeigen: So scheiterte Sacha Baron Cohen mit seinem Agentenklamauk "Der Spion und sein Bruder" im Vergleich zum Vorgänger "Der Diktator" krachend: Während letzterer Film am Startwochenende 2012 noch über 17 Millionen Dollar einspielte, waren es bei der diesjährigen Komödie lediglich 3,3 Millionen. Insgesamt kamen bei 35 Millionen Dollar Kosten nur 28,7 Millionen am Box Office zusammen.

Dass sich allerdings auch die Kombination aus Starnamen und qualitativem Anspruch nicht an den Kinokassen spiegeln muss, beweist Matthew McConaughey mit seinem hierzulande als Heimkino-Premiere erschienenen "Free State of Jones". Das Bürgerkriegsdrama erforderte ein Budget von 50 Millionen Dollar, spielte aber vergleichsweise läppische 23,2 Millionen ein. Regisseur Oliver Stone und sein Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt dürften bei ihrem umstrittenen Biopic "Snowden" hingegen bereits geahnt haben, dass dieses im Box Office kein Hit werden würde. Schließlich weigerten sich zum einen bereits viele Studios das Porträt des berühmten Whistleblowers zu finanzieren, und zum anderen betrachten viele zumindest im Trump-Amerika Snowden als zu verachtenden Landesverräter. Heißt in der Folge: Gute Kritiken der liberalen Journalisten, aber nur 34,3 Millionen Dollar Einnahmen bei einem 40-Millionen-Budget.

Über die Hälfte der Flops waren Komödien: So scheiterte die Horror-Satire "Stolz und Vorurteil & Zombies", die mit 16,4 Millionen Dollar nicht einmal zwei Drittel ihrer 28 Millionen Ausgaben einspielte, ebenso wie Tina Feys Kriegs-Comedy "Whiskey Tango Foxtrot", die mit 25 Millionen am Ticketschalter die Produktionskosten von 35 Millionen lange nicht reinholte. Die Zahlen für ihre aufschlussreiche Liste bezog die Forbes-Redaktion aus den Online-Filmportalen IMDb und Boxoffice Mojo.

Quelle: teleschau - der mediendienst