Dragonball Z: Resurrection "F"

Dragonball Z: Resurrection "F"





Prügel, Prügel und Prügel

Da kann es "Dragonball"-Fans schon bange werden: Mit "Dragonball Z: Ressurection F" verlässt die Filmhandlung erstmals die Manga-Vorlage. Eine kleine Beruhigung dürfte sein: Schöpfer Akira Toriyama übernahm Konzept und Drehbuch des Anime-Films höchstpersönlich! Geholfen hat es wenig: Die schier endlosen Kämpfe um einen alten Gegner der Saiyajin sind, nun ja, schier endlos. Dem Film fehlt es an Lockerheit und Abwechslung, um den Zuschauer durchweg bei der Stange zu halten.

Seit Jahrzehnten begeistern sich Fans rund um den Globus für die Abenteuer von Son Goku und seinen Freunden. 1984 erschien die erste Manga-Geschichte, seitdem gibt es fünf Anime-Serien und zahlreiche Filme sowie Videospiele zum "Dragonball"-Universum. Wer's dennoch nicht kennt: Son Goku und seine Freunde sind Saiyajin, ein außerirdisches, aber äußerlich menschenähnliches Volk. Ihr Heimatplanet wurde jedoch einst zerstört - von Freezer.

Um diesen übermächtigen Schurken dreht sich nun der neue Film; für ihn steht auch das "F" im Titel. Vor einiger Zeit besiegte Son Goku Freezer im Kampf und ließ ihn anschließend vernichten. Nun wollen alte Anhänger des planetenzerstörenden Obermotzes ihn aber mithilfe der magischen kristallenen Dragonballs aus dem Jenseits zurückholen, was ihnen kurzerhand gelingt.

Die Saiyajin-Helden Son Goku und Vegeta, und hier knüpft der Film am Vorgänger "Kampf der Götter" an, befinden sich jedoch auf einem fernen Planeten, um ihre Fähigkeiten im Kampf zu steigern. Erst als ein Hilferuf sie erreicht, eilen sie zur Erde, die Freezer aus Rache als Nächstes zerstören will: Son Gokus Freunde und Familie wohnen dort.

Was dann folgt, ist zu großen Teilen vorhersehbar: Es wird gekämpft. Und gekämpft. Und gekämpft. Nebenhandlungen? Überflüssig. Dialoge? Platt und immer wieder erzwungen bedeutungsschwer. - Die einzige Auflockerung bringen Son Gokus Freunde und die alten Götter Beerus und Whis. Insgesamt gibt es wenig, das man in ähnlicher Form nicht schon einmal in der Serie und den anderen Filmen gesehen hätte. Einzige Ausnahme: Das große Finale nimmt einen Verlauf mit schönen Wendungen.

Fans des Franchise' werden sich von der Monotonie des Filmes nicht abschrecken lassen. Immerhin sind die ausgedehnten Kämpfe ein Kernelement. Dass es auch kurzweiliger geht, zeigt der vorherige Film "Kampf der Götter": Dort laufen mehrere Handlungsstränge geschickt parallel, die Szenenfolge verspricht Abwechslung und trotz mächtiger Kämpfe gibt es immer wieder denkwürdige Dialoge. Insgesamt nahmen sich der Film und dessen Figuren selbst nicht so bierernst. Leider erschien er hierzulande nur direkt auf DVD - dabei hätte er einen Kinodurchgang viel eher verdient gehabt als "Resurrection F".

Quelle: teleschau - der mediendienst