Mechanic: Resurrection

Mechanic: Resurrection





Hitman Baby, one more time!

Eigentlich hatte sich Arthur Bishop schon zur Ruhe gesetzt, doch dann wird sein todbringendes Talent gefordert: Drei Waffenhändler soll er innerhalb kürzester Zeit für einen alten Bekannten eliminieren; tut er es nicht, stirbt seine große Liebe. So begibt sich der Auftragskiller auf eine rasante Tour über drei Kontinente. Niemand ist vor Bishop sicher, egal ob es sich um einen afrikanischen Warlord handelt, der sich in einem Gefängnis in Thailand verschanzt oder um einen eiskalten Geschäftsmann in einem australischen Hochsicherheitstower. Unterstützung bekommt Jason Statham als muskelbepackte Tötungsmaschine dabei von Jessica Alba, Tommy Lee Jones und Michelle Yeoh. Bei "Mechanic: Resurrection", der Fortsetzung des Action-Thrillers "The Mechanic" von 2011, führte der Deutsche Dennis Gansel Regie.

Eine Yacht im Hafen von Rio de Janeiro, feuchte Morgenluft, Wasser plätschert, eine Schallplatte kreist im edlen Abspielgerät. Ein paradiesisches Szenario, in das sich Arthur Bishop (Statham) zurückgezogen hat, nachdem der Mechanic nicht nur seinen ehemaligen Mentor, sondern praktisch die gesamte Geheimorganisation, für die er einst Menschen liquidierte, ausgeschaltet hatte. Doch die Schatten der Vergangenheit lassen sich nicht durch ein bisschen Samba verjagen: Noch vor Sonnenuntergang muss Bishop auf der Flucht vor alten Feinden zeigen, dass er immer noch die gnadenlose Kampfmaschine ist, die er einst war. Da wird schon einmal die Seilbahn, die Touristen auf den Zuckerhut befördert, als Schauplatz diverser Stunts so rasant zweckentfremdet, dass den Akrobaten der Olympischen Spiele die Ohren schlackern würden.

Der skrupellose Riah Crain (Sam Hazeldine) hält die Frau, die der Mechanic ebenfalls im Schnelldurchlauf lieben gelernt hat (Jessica Alba), gefangen. Er fordert nichts weniger als das Unmögliche: Drei Tötungen innerhalb weniger Tage soll Bishop erledigen, auf drei Kontinenten, an drei schwerstbewachten Zielpersonen. Alle natürlich durchgeführt mit der Spezialität, die den Auftragskiller auszeichnet: die Tarnung der Ermordung als Unfall. Zähneknirschend willigt Bishop ein, im Hinterkopf jedoch seine eigenen Pläne verfolgend.

Einen dreckigen James Bond wollte er schaffen, erklärte Regisseur Dennis Gansel im Interview. In der Tat sind die Anleihen an die jüngeren Teile der britischen Agentenreihe, besonders an "Casino Royale", nicht zu übersehen. Wie auch 007 ist Bishop ein Alleskönner, ein Krieger ebenso wie ein Phantom. Er kann schlagen, schleichen, schrauben. Oder sich wie Tom Cruise in "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" spektakulär an Wolkenkratzern hochhangeln, wie in der wahnwitzigsten Szene des Films, in dem ein über Sydney freischwebender Swimmingpool zum Tatort wird. Und er ist diesmal nicht auf sich allein gestellt; diverse Freunde und Helfer, darunter ein von Tommy Lee Jones gespielter exzentrischer Waffenhändler, halten ihm den muskulösen Rücken frei.

Nicht immer macht "Mechanic - Resurrection" so viel Spaß: Bei der globalen Sightseeing-Tour mit ihren prächtigen Bildern schleicht sich manche Länge ein. Gerade gegen Ende hin verliert der Film einiges an Drive. Allerdings kann Jason Statham, der vermutlich interessanteste Action-Darsteller der Gegenwart, über so manche erzählerische Schwäche hinwegsehen lassen. Nicht nur wenn er sich oberkörperfrei präsentieren darf, sondern gerade in den ruhigeren Momenten des Films. Einmal gerät sein Arthur Bishop, der "Killer of Killers", auf eine Hochzeit; Jessica Alba ist seine unfreiwillige Begleitung. Selten hat der gequälte Blick eines Mannes, der an der Bar lehnt, so sehr ausgedrückt, wie fehl er hier am Platz ist.

Quelle: teleschau - der mediendienst