Conni & Co

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Go, Conni, go!

Über 20 Millionen "Conni"-Bücher wurden seit der ersten Geschichte, die 1972 erschien, verkauft. Ein Publikumserfolg, an dem auch die Filmindustrie teilhaben will. Das Genre des Familienfilms funktioniert beständig und bestens im deutschen Kino und lässt die Kassen im Idealfall gleich doppelt klingeln: Wenn nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern in den Kinosaal strömen. Das wird nun wieder passieren: Nach der ZDF-Zeichentrickserie "Meine Freundin Conni" (2011 - 2012) kommt mit "Conni & Co" die erste Realverfilmung ins Kino - in der Hauptrolle: Til Schweigers Tochter Emma.

Die zwölfjährige Conni (Emma Schweiger), die eigentlich Cornelia Klawitter heißt, ist gerade in die siebte Klasse einer neuen Schule gekommen, nachdem ihre alte schließen musste. Aber als Neuling ist aller Anfang schwer, zumal sich ihr Freund Paul (Oskar Keymer) überraschend den halbstarken Jungs der neuen Klasse anschließt. Zu allem Überfluss soll Conni auch noch den niedlichen kleinen Hund Frodo, den ihr ihre Eltern geschenkt haben, wieder zurückgeben, weil ihr Bruder Jakob (Ben Knobbe) dagegen allergisch ist.

Wie sich herausstellt, gehört der Vierbeiner ausgerechnet ihrem neuen Schuldirektor Möller (Heino Ferch), der weder für seinen Hund noch für seine Schüler viel Sinn hat. Die Tiere und Gerechtigkeit liebende Conni hat er bald auf dem Kieker, erst recht als sie Frodo mit einem beherzten Schlag ins Seitenfenster aus Möllers überhitztem Auto befreit. Als sie erfährt, dass Frodo für den schnöden Schulleiter nur Mittel zu einem höchst lukrativen Zweck ist, setzt sie mit ihren Freunden alles daran, seine Pläne zu durchkreuzen.

Emma Schweiger, die schon in den "Kokowääh"-Filmen und zuletzt in "Honig in Kopf" (2014) an der Seite ihres berühmten Vaters reüssierte, spielt die Hauptrolle der kämpferischen, unerschrockenen Conni durchaus überzeugend - auch wenn ihre Mimik, so hat man den Eindruck, schon mal vielseitiger war. Auch die anderen Figuren hat Regisseurin Franziska Buch, die in der Vergangenheit Kinderbestseller wie "Yoko" (2012) und "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" (2004) inszenierte, mit einer veritablen Schauspielerriege besetzt.

Neben Heino Ferch als Rektor sieht man Ken Duken als Connis angepassten Vater, während Iris Berben die liebenswerte Gutmenschen-Großmutter verkörpert, die ihr letztes Geld für heimatlose Tiere ausgibt, ansonsten aber mitten im Leben steht. Kleiner Gag: Til Schweiger, der "Conni & Co" koproduziert hat, hat eine Gastrolle als Hersteller und Werbegesicht von feinstem Hundefutter.

Die nächste "Conni"-Verfilmung, diesmal unter der Regie von Til Schweiger, ist bereits in der Mache. Gut so: Zwar ist der Familienfilm in Franziska Buchs Inszenierung teilweise etwas zu komödiantisch geraten. Dennoch gelingt der Regisseurin ein charmanter und unterhaltsamer Auftakt für weitere, kindgerechte Abenteuergeschichten, in denen obendrein noch echte Werte wie Freundschaft und Tierliebe vermittelt werden.

Quelle: teleschau - der mediendienst