Cannes: Refns Weisheit, Iggys Stinkefinger

Cannes: Refns Weisheit, Iggys Stinkefinger





Wer Kritik nicht aushält, sollte seinen Film nicht beim Filmfestival von Cannes präsentieren. Hier wird leidenschaftlich gejubelt, aber auch gebuht, wenn der Film den Unmut der Besucher hervorruft. Zu den beliebtesten Interview-Fragen gehört, wie die Regisseure damit umgehen. Nicholas Winding Refn, der in diesem Jahr seinen Teenhorror-Streifen "The Neon Demon" an der Croisette präsentierte, nimmt es gelassen: "In der Kunst geht es nicht um gut oder schlecht. Es geht darum, Erfahrungen zu machen, und auf etwas zu reagieren. Deswegen sind wir doch alle hier, sonst würden wir unsere Zeit verschwenden. Das bringe auch meinen Kindern bei, keine Kompromisse machen!" Also am besten den Stinkefinger zeigen, halbnackt zur Premiere kommen und allen die Zunge rausstrecken. So wie Iggy Pop, dem Jim Jarmusch eine außer Konkurrenz präsentierte Doku widmete. Doch der Rockstar zeigt bekanntlich seit Jahrzehnten, wie man über allem steht und dabei ganz bei sich ist.

Quelle: teleschau - der mediendienst