Zoë Saldana: Zu hellhäutig, um Nina Simone zu spielen?

Zoë Saldana: Zu hellhäutig, um Nina Simone zu spielen?





Rund um die Produktion eines Biopics über die legendäre Jazz-Sängerin Nina Simone hat sich in den USA eine bizarr anmutende Debatte entwickelt: Kritiker werfen der Hauptdarstellerin Zoë Saldana vor, ihre Haut sei zu hell, um die 2003 verstorbene Sängerin überzeugend zu spielen. Saldana, bekannt aus "Avatar" und "Guardians Of The Galaxy", hat Wurzeln in Purto Rico und der Dominikanischen Republik und wurde 2012 für die Hauptrolle in "Nina" besetzt; schon damals wurde Kritik laut, sie sei zu hellhäutig für die Rolle. "Vom Äußeren her ist das nicht die beste Wahl", meldete sich seinerzeit Simones Tochter Lisa Simone Kelly zu Wort. Erste Produktionsfotos zeigen Saldana mit dunkler geschminkter Haut. Jetzt schalteten sich auch Ninas Simones Nachlassverwalter via Twitter in die Debatte ein: Auf einen Tweet der Schauspielerin, in dem sie Nina Simone zitiert, antworteten sie mit den Worten: "Coole Geschichte, aber nimm bitte Ninas Namen nicht in den Mund. Für den Rest deines Lebens." Die Diskussion kommt zu einer Zeit, in der in Hollywood heftig über Rassismus diskutiert wird: So wurden etwa im Vorfeld der Oscar-Verleihungen Klagen darüber laut, dass keiner der diesjährigen Nominierten farbig war. Im Fall von Nina Simone besitzt die Debatte besondere Sprengkraft: Simone hatte zeitlebens unter Diskriminierung aufgrund ihrer Rasse und ihres Äußeren gelitten und dies immer wieder zum Thema ihrer Songs gemacht, etwa in "To Be Young, Gifted And Black". Eine Zeitlang stand Simone gar schwarzen Bürgerrechtsbewegungen nahe, die zu Gewalt gegen ihre weißen Unterdrücker aufriefen. Im April soll der umstrittene Film in den US-Kinos anlaufen.

Quelle: teleschau - der mediendienst