Katharina Abt

Katharina Abt





Grüß Gott, Frau Kommissarin!

Verena Danner ist die "Neue" bei den "Rosenheim Cops" (ab Dienstag, 8. März, 19.25 Uhr, ZDF). Für Schauspielerin Katharina Abt (48) bedeutete der Einstieg in die seit 2002 produzierte Kultserie, sich in ein eingeschworenes Team zu integrieren. Doch das war zum Glück kein Problem, wie sie im Interview sagt, denn zum einen hat sie schon einiges an TV-Krimi Erfahrung gesammelt und zum anderen machten es ihr die neuen Kollegen einfach, sich "wie ein Fisch im Wasser" zu fühlen. Für ihre Kommissarin gilt das leider nicht so ganz, denn besonders ihr Kollege Sven Hansen (Igor Jeftic) ist weibliche Ermittlungstaktik überhaupt nicht gewohnt. Aber als echte Bayerin lässt Verena sich nichts vorschreiben und kann sich eben so gut als "Gschaftelhuber" (Wichtigtuer) aufführen ...

teleschau: Frau Abt, wie gefällt es Ihnen in Rosenheim?

Katharina Abt: Sehr gut! Genau wie in ganz Bayern. Ich bin da sehr gerne. Ab Juni bin ich auch wieder länger dort für die nächsten Dreharbeiten der "Rosenheim-Cops".

teleschau: Sven Hansen und Verena Danner kommen in der Serie nicht sofort miteinander klar - wie war das mit Ihnen und Igor Jeftic in Wirklichkeit am Set?

Abt: Es war super, ich war ja die erste Kommissarin, sonst sind dort nur Männer. Das heißt, ich habe dort niemandem seinen Job weggenommen. Die neuen Kollegen haben sich alle sehr gefreut und waren reizend. Vor allem mit Michael A. Grimm habe ich eigentlich von morgens bis abends nur gelacht.

teleschau: Das klingt lustig, erzählen Sie mehr!

Abt: Wir haben uns zum Beispiel immer ein Thema für die Drehtage vorgenommen. Einmal haben wir einen Vormittag lang so getan, als seien wir Klaus Löwitsch (Peter Strohm) und Klaus Wennemann ("Der Fahnder") - die waren ja nicht gerade für ihre gute Laune am Set berühmt, also haben wir uns einen Tag lang zum Spaß beschimpft!

teleschau: "Die Rosenheim-Cops" gibt es schon seit 14 Jahren, war es schwierig für Sie, sich als "Neue" dort einzufinden?

Abt: Nein, ich kannte die Produktion schon von anderen Formaten, und ich wusste auch schon von "Der Bulle von Tölz" in etwa was auf mich zu kommt. Ich kannte das Genre und die Art also bereits. Ich sage immer, ich habe mich dort gefühlt wie ein Fisch im Wasser.

teleschau: Wie sind Sie zu der Rolle gekommen?

Abt: Das war verrückt, weil es genau so gelaufen ist, wie damals bei "Der Bulle von Tölz". Ich habe nie ein Casting gemacht, ich bekam einfach einen Anruf und wurde gefragt, ob ich die Rolle haben will.

teleschau: Haben Sie viel mit Verena Danner gemeinsam?

Abt: Oh ja, angeblich haben sie bereits beim Schreiben an mich gedacht, und Verena Danner und ich sind uns in vielen Dingen ähnlich. Sie fährt sogar ein Beetle-Cabrio - ich hatte auch jahrelang eins. Sie will außerdem gerne Recht haben, und wenn sie Recht hatte, betont sie das auch. Vera will auch immer das letzte Wort haben. Das Einzige, was uns unterscheidet ist, dass sie sich viel eleganter kleidet als ich.

teleschau: Verena Danner tauscht aber auch erst mal die High-Heels gegen gemütliche Sneaker, wenn es zum Ermitteln geht ...

Abt: Ja, sie ist schon ein besonderer und sehr spannender Charakter. Eigentlich hat sie auch nicht alle Tassen im Schrank, aber ich mag es, solche verrückten Figuren zu spielen. Oft muss ich die besorgte Mutter oder so etwas ähnliches verkörpern, aber Verena Danner ist herrlich "gschaftlhuberisch" - ich liebe das.

teleschau: Danner verlässt sich gerne auf ihre weibliche Intuition - glauben Sie auch an eine besondere Intuition bei Frauen?

Abt: Ich glaube daran, dass Männer und Frauen gleichermaßen intuitiv sind. Ich glauben nicht, dass Frauen sich da hervortun, aber Verena Danner macht das ja vor allem auch, um den Kommissar Hansen zu ärgern.

teleschau: Sie waren ja schon mal als TV-Kommissarin in ihrer Heimat in Bayern im Einsatz bei "Der Bulle von Tölz" und jetzt wieder in Rosenheim - schön so viel in der Heimat zu arbeiten?

Abt: Ja, ich liebe München, ich habe dort viele Freunde, und mein Fahrrad. Eines meiner vielen übrigens, denn ich habe in fast jeder Stadt ein Fahrrad (lacht). Aber ich liebe Hamburg tatsächlich noch mehr.

teleschau: Wieso?

Abt: Ich komme ja aus München, deshalb darf ich das sagen: Die Bayern und vor allem die Münchner, die schimpfen gerne, und zwar den ganzen Tag. Man fährt nur mit seinem Fahrrad und macht schon wieder irgendetwas falsch. In Hamburg sind die Leute viel höflicher.

teleschau: Außer in München und Hamburg - wo würde man dann noch ein Fahrrad von Ihnen finden?

Abt: In Kiel zum Beispiel, und in Düsseldorf stand auch ein Rad von mir, weil ich dort lange am Schauspielhaus war. Ich liebe es einfach, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nach einer Probe oder einem langen Drehtag ist es unglaublich befreiend, seinen Kopf von der frischen Luft durchpusten zu lassen.

teleschau: Auf was dürfen wir uns bei den "Rosenheim-Cops" mit Verena Danner noch freuen?

Abt: Ich werde dieses Jahr auch mit Dieter Fischer ermitteln und mit einem neuen, jüngeren Kommissar, der jedoch erst noch gecasted wird. Auf jeden Fall wird es viele spannende Fälle für Verena Danner und ihre Kollegen geben!

teleschau: In Rosenheim haben sie aber noch kein Fahrrad!?

Abt: Nein! Stimmt, eigentlich bräuchte ich auch dort noch eins!

Quelle: teleschau - der mediendienst