Leonardo DiCaprio auf Oscar-Kurs?

Leonardo DiCaprio auf Oscar-Kurs?





"The Revenant" war der große Gewinner bei den Verleihungen der Golden Globes

Stars und Glamour gab es bei der Golden-Globes-Gala wie üblich zuhauf. Der Preis, der am Sonntagabend zum 73. Mal in Los Angeles verliehen wurde, gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer für die Oscars, die am 28. Februar überreicht werden. Viel Verantwortung also für die Jury, betehend aus den 100 mächtigsten Kultur-Korrespondenten der "Hollywood Foreign Press Association". Ihre Wahl fiel in diesem Jahr unter anderem auf Jennifer Lawrence, Lady Gaga und Sylvester Stallone. Der größte Gewinner des Abends hieß jedoch Leonardo DiCaprio. War die Dankesrede des Superstars etwa nur der Probelauf für einen noch feierlicheren Auftritt in sieben Wochen?

Den Golden Globe hat DiCaprio jetzt schon dreimal bekommen. Doch ging er in der Vergangenheit jeweils im Anschluss bei den Oscars trotzdem immer leer aus. Nicht wenige Experten glauben, dass es diesmal anders kommmen könnte. Bereits am Donnerstag (14.01.) werden die Nominierten für die Oscars bekannt gegeben. Es gilt als nahezu sicher, dass der Name DiCaprio dann auftaucht.

Zu eindrücklich ist seine Rolle als Rächer in "The Revenant - Der Rückkehrer". Dass es dafür nun den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama gab, war keine Überraschung. Der Star vergaß in seiner Dankesrede nicht, auf das Schicksal der indigenen Völker Nordamerikas aufmerksam zu machen. Immerhin ist "The Revenant" ein Western. Das düstere Rache-Epos gewann außerdem den Preis als bestes Drama, und Regisseur Alejandro González Iñárritu wurde als bester Regisseur geehrt. Eine runde Sache.

Ebenfalls prämiert: Matt Damon. Er bekam den Golden Globe als bester Comedy-Darsteller für seine Rolle in "Der Marsianer - Rettet Mark Watney". Das Weltraumepos von Regisseur Ridley Scott siegte zudem in der Kategorie "Beste Filmkomödie", auch wenn nicht jedem Beobachter klar wurde, was der einsame Überlebenskampf eines Wissenschaftlers im Weltraum mit dem Genre Comedy gemein habe.

Der Shootingstar des Abends: Brie Larson: Die erst 26-jährige Senkrechtstarterin bekam den "Globe" als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in dem Entführungsdrama "Room". Sie setzte sich unter anderem gegen Schauspiel-Größe Cate Blanchett ("Carol") durch. Der 25-jährige Jury-Liebling Jennifer Lawrence ging auch mit einem Preis nach Hause, für ihre Rolle in dem Biopic "Joy" wurde sie als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical geehrt. Die Tragikomödie erzählt die authentische Erfolgsgeschichte der Joy Mangano, die aus einfachen Verhältnissen zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen der USA aufstieg und so in puncto Erfolg durchaus etwas mit Jennifer Lawrence gemeinsam hat. Eine (späte) Überraschung: Action-Legende Sylvester Stallone bekam mit 69 Jahren für seinen Part in dem Boxfilm-Sequel "Creed - Rocky's Legacy" seinen ersten Golden Globe überhaupt.

Bestes Drehbuch war laut Jurymeinung das von Aaron Sorkin für das Biopic "Steve Jobs" über den Apple-Gründer. Der Preis für den besten Filmsong ging an Sam Smith, wiewohl "Writing's On The Wall" gemeinhin als missglückter Bond-Song gilt. Als beste Filmmusik wurde die von Ennio Morricone auserkoren. Der italienische Altmeister komponierte den Score für den Quentin-Tarantino-Western "The Hateful Eight", der in Deutschland am 28. Januar im Kino startet.

Auch im immer wichtiger werdenden Bereich der TV-Serie werden die Golden Globes verliehen. Christian Slater nahm die Trophäe als Bester Nebendarsteller in einem Fernseh-Drama für die Hacker-Geschichte "Mr. Robot" entgegen, die auch als beste Drama-Serie ausgezeichnet wurde. Als bester Darsteller in einer Drama-Serie wurde Jon Hamm ausgezeichnet: Er spielte in der Werber-Serie "Mad Men", die 2015 nach sieben Staffeln zu Ende gegangen war, die Rolle des Don Draper und erhielt bereits zum zweiten Mal einen Golden Globe.

Zur besten Comedy-Serie wurde "Mozart in the Jungle" gekürt, die Prokuktion basiert auf den Memoiren der Oboistin Blair Tindall von den New Yorker Philharmonikern. Gael García Bernal aus der Serie wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Für deutlich mehr Aufsehen im Beverly Hilton Hotel sorgte allerdings Lady Gaga: Der Pop-Superstar weiß auch als Schauspielerin zu überzeugen. Für ihren skandalträchtigen Part in der blut- und sexreichen Miniserie "American Horror Story: Hotel" gab es ebenfalls einen der Preise. Die 29-Jährige nahm ihn sichtlich gerührt entgegen.

Die Höhepunkte der 73. Golden Globe Awards zeigt der Pay-TV-Sender TNT Serie am heutigen Montag, 11. Januar, um 20.15 Uhr. Alle prämierten US-Filme, wie "The Revenant", "The Martian" und "Steve Jobs", sind ab Februar auf Sky Select im Programm.

Quelle: teleschau - der mediendienst