"Im Labyrinth des Schweigens" bewirbt sich für Oscar

"Im Labyrinth des Schweigens" bewirbt sich für Oscar





Geschichtliche Aufarbeitung statt Berliner Nachtleben: Das Historien-Drama "Im Labyrinth des Schweigens" bewirbt sich als deutscher Kandidat für eine Oscarnominierung. Das gab die für den Vorentscheid verantwortliche Jury bekannt: "Regisseur Giulio Ricciarelli und seinem Team gelingt in seinem gewissenhaft recherchierten Debütfilm ein spannendes und bewegendes Drama." Man rechnet dem am 6. November 2014 in den deutschen Kinos gestarteten Film über die Frankfurter Ausschwitz-Prozesse also die besten Chancen in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" aus. Bisher konnten Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel", 1980), Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika, 2003) und Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen", 2007) den begehrten Preis nach Deutschland holen. Giulio Ricciarelli stach für die Vorentscheidung überraschend Sebastian Schipper und dessen sechsfach beim Deutschen Filmpreis gekrönten Thriller "Victoria" aus. Der einfache Grund: In der Nachtschwärmer-Story wird zu 49 Prozent Englisch gesprochen, und die Regularien der Oscars besagen, dass beim "Auslands-Oscar" die Grenze von 40 Prozent nicht überschritten werden darf. Eine beantragte Ausnahmegenehmigung wurde nicht erteilt. Am 16. Januar 2016 gibt die Academy bekannt, welche fünf Filme ins Rennen gehen und ob sich Deutschland Chancen ausrechnen darf. Die 88. Oscarverleihung findet am 28. Februar 2016 statt.

Quelle: teleschau - der mediendienst