Barbie - Eine Prinzessin im Rockstar Camp

Barbie - Eine Prinzessin im Rockstar Camp





Rock trifft Royals

Barbie war mit ihren Schwestern schon "im Pferdeglück", tanzte mit "verzauberten Ballettschuhen" und schlüpfte in die Rollen von Märchenfiguren wie Rapunzel. Fans der berühmten Puppe lieben es, sie auch einmal zum Leben erweckt zu sehen. Dabei bleibt sie in den Computeranimationen immer als Puppe erkennbar, die Mimik beschränkt sich auf Augen und Mund. Der Rest: immer schön faltenfrei. Nun also darf sie auch ihr Stimmchen erklingen lassen, denn in "Barbie - Eine Prinzessin im Rockstarcamp" hält man sie für eine Musikerin. Auf der Leinwand erhält die berühmte Puppe am 15. und 16. August nur einen kurzen Auftritt. Danach darf sie nur noch auf DVD singen.

"Musikerin" und "singen" - das ist ein Irrtum auf ganzer Linie: Es fällt schwer, diese einfach gestrickten Klänge und Melodien im Film überhaupt als Musik durchgehen zu lassen. Und zu Rock gehört auch mehr als der Einsatz einer Gitarre. Aber zur Story: Bei der Aufteilung der Königskinder und der Rockstars auf zwei Schiffe passiert auf dem Steg ein Fehler. Prinzessin Courtney landet im Rockstar-Camp und die beliebte Sängerin Erika muss sich bei den Königskindern auf der anderen Seite des Sees zurechtfinden.

Während die beiden auf einen Austausch warten, erkunden sie die klischeehaft angelegten, für sie fremden Lebenswelten. Im Hintergrund findet derweil ein Kampf zwischen der seit langem miteinander verfeindeten Leiterin des königlichen Camps und dem Leiter des Rockstar-Camps statt. Die Mitglieder sollen in einem Show-Wettbewerb singend und tanzend gegeneinander antreten. Der Gewinner darf bleiben, das andere Lager muss schließen. Courtney und Erika kommen dem Plan auf die Schliche und beschließen, den Wettbewerb zu sabotieren. Sie machen gemeinsame Sache und gewinnen auch die anderen Mädels und Jungs. Dafür müssen jedoch ein paar Eitelkeiten und Unsicherheiten überwunden werden.

Wie die Campleiterin und vor allem ihr Assistent eine Intrige spinnen, hat durchaus Unterhaltungswert. Hinzu kommt, dass durch den angestrebten Wettbewerb zunächst zwar eine Person zum Star gemacht werden soll, am Ende aber nur alle gemeinschaftlich zu Gewinnern werden. Zicken können hier auch nicht gebraucht werden. Kleine Mädchen bis ins Grundschulalter lernen dadurch vielleicht etwas über Solidarität, die sich für alle auszahlt. Das Thema Styling wird in beiden Camps wichtig genommen, vor allem wird aber Erikas Look und Haarpracht für Inspirationen beim nächsten Spiel mit der Puppe sorgen. Fazit: Nicht für musikalische Früherziehung geeignet, aber eine interessante Geschichte für kleine Mädchen mit dem richtigen moralischen Input.

Quelle: teleschau - der mediendienst