Filmfest München geht mit Besucherrekord zu Ende

Filmfest München geht mit Besucherrekord zu Ende





Trotz oder gerade wegen der Hitzewelle ging das Filmfest München 2015 mit einem Zuschauerrekord zu Ende: In seiner 33. Ausgabe überschritt das Festival erstmals die Marke von 80.000 Besuchern. "Wir haben sowohl von unseren internationalen als auch von unseren deutschen Gästen ein tolles Feedback erhalten", zog Festival-Leiterin Diana Iljine Bilanz. Im internationalen Wettbewerb siegte das portugiesische Drama "Cavalo Dinheiro", das während der portugiesischen Nelkenrevolution angesiedelt ist. Das Werk von Regisseur Pedro Costa erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Arri/Osram-Award. "Wir sind tief berührt von der Kraft der Erinnerungen, den Gesichtern und Emotionen, die die Leinwand zu sprengen scheinen", heißt es in der Begründung der Jury. Mit einer besonderen Erwähnung geehrt wurde das chinesische Historiendrama "Red Amnesia", das sich mit den familiären und individuellen Folgen des chinesischen Sozialismus auseinandersetzt. Den CineVision-Award für den besten internationalen Nachwuchsregisseur bekam der Kanadier Andrew Cividino für sein Coming-Of-Age-Werk "Sleeping Giant" - es fange laut Jury das "zeitlose Wesen menschlicher Beziehungen während der verwundbaren Phase des Erwachsenwerdens ein." Beim Förderpreis Neues Deutsches Kino räumte das Flüchtlingsdrama "Babai" ab: Visar Morina wurde als bester Regisseur und für sein Drehbuch ebenso ausgezeichnet wie seine beiden Hauptdarsteller Val Maloku und Astrit Kabashi für ihre Auftritte im Film. Den Award für die beste Produktion erhielt "Happy Hour". Auch der beste deutsche Fernseh-Spielfilm wurde prämiert: Der mit 25.000 Euro dotierte Bernd-Burgermeister-Fernsehpreis ging an den Thriller "Der Fall Barschel", den die Jury als "modern, aufregend und konfliktbereit" lobte. Ebenfalls im Bereich des deutschen Films vergab der Kritiker-Verband FIPRESCI seinen Preis an das Beziehungsdrama "Schau mich nicht so an" der Regisseurin Uisenma Borchu. Auch die Besucher durften abstimmen: Den von Bayern 3 und der Süddeutschen Zeitung gesponserten Publikumspreis erhielt Marcel Seehubers und Moritz Springers Dokumentarfilm "Projekt A", der sich anarchistischen Projekten in Europa nähert.

Quelle: teleschau - der mediendienst