Beatrice Egli

Beatrice Egli





"Der aufregendste Moment in meinem Leben"

Musik, Talente und gute Laune: Das sind Themen, mit denen sich die Schweizerin Beatrice Egli (27) gerne beschäftigt. Insofern scheint ihr das Konzept der ARD-Sendung "Beatrice Egli - Die große Show der Träume" wie auf den Leib geschneidert: Die Sängerin begrüsst darin nicht nur Musikstars wie Andreas Gabalier und den Eurovision-Song-Contest-Gewinner Måns Zelmerlöw, sondern erfüllt auch ganz "normalen" Menschen ihren großen Bühnentraum. Im Interview erklärt Egli, warum sie Howard Carpendale liebt, weshalb sie Lampenfieber eigentlich ganz gut findet und warum sie ihre High-Heels gerne mal für ein Weilchen in den Schrank zurückräumen würde. Zur Sendung gab es eine Terminänderung: Sie wurde auf Samstag, 8. August, 20.15 Uhr, verschoben. In der Schweiz strahlt der SRF die Show wie ursprünglich geplant am Samstag, 4. Juli, um 20.15 Uhr, aus.

teleschau: Frau Egli, Sie moderieren zum ersten Mal alleine eine abendfüllende Show - haben Sie Muffensausen?

Egli: Ja, ganz arg! Es ist wirklich der aufregendste Moment in meinem Leben, ich habe ja noch nie eine abendfüllende Sendung selbst moderiert. Das bringt auf jeden Fall etwas ganz Neues für mich mit sich.

teleschau: Gibt's ein Geheimmittel gegen Lampenfieber, auf das Sie sich in solchen Momenten verlassen?

Egli: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es da kein wirksames Mittel gibt. Aber ich habe gelernt, das anzunehmen, es pusht einen ja auch. Man muss dann einmal kurz durchatmen und die Energie für sich nutzen.

teleschau: Haben Sie Angst, Fehler zu machen?

Egli: Mir werden auf jeden Fall Fehler passieren (lacht)! Ich werde bestimmt den einen oder anderen Versprecher machen, aber das ist ja auch normal.

teleschau: Mit Andreas Gabalier, Howard Carpendale und Madcon sind ja sehr verschiedene Musikrichtungen in Ihrer Sendung vertreten - finden Sie es schwer, das unter einen Hut zu bringen?

Egli: Ich persönlich bin ja in Sachen Musik auch sehr breit aufgestellt. Mein iPod ist voll mit unterschiedlicher Musik. Genau das mag ich, dass man hier nicht immer in Genres denken muss, sondern einfach das hört, was einem gefällt. Ich will ja auch mit meiner Sendung verschiedene Menschen ansprechen. Am allerwichtigsten ist mir, dass die Stimmung im Publikum und bei den Zuschauern gut ist und dass alle Spaß haben.

teleschau: Konnten Sie mitbestimmen, welche Talente aus den Bereichen Tanz, Gesang und Akrobatik in der Sendung auftreten würden? Wie sehr waren Sie bei der Gestaltung der Show involviert?

Egli: Mein Team und ich haben im Vorfeld gemeinsam Talente gesucht und ausgewählt. Einige kamen selbst auf uns zu, andere haben wir gefunden und überrascht. Ich hätte am liebsten allen ihre Träume erfüllt, aber leider mussten wir eine Auswahl treffen. Wir haben immer überlegt "Wie könnten wir die am besten überraschen?". Dabei war ich von Anfang an involviert, ich kannte jedes Talent, das in der Show auftreten wird, schon eine Weile im Voraus. Bei der Sendung selbst ist das dann wie ein Abend mit freunden (lacht).

teleschau: Sie haben ja selbst mal zu den jungen Talenten gehört, die im TV - bei "Deutschland sucht den Superstar" - gefördert wurden. Wie ist es, jetzt für andere die fördernde Person zu sein?

Egli: Es war für mich absolut neu, das erste Mal "auf der anderen Seite" zu stehen. Es ist ein schöner Moment, wenn man die Chance bekommt, seinen Traum zu leben - und bei uns können das die Talente druckfrei und entspannt machen. Bei "DSDS" ist natürlich ein ganz anderer Druck da. In meiner Show kann jeder seinen großen Moment auf der Bühne genießen.

teleschau: Werden Sie weitere Ausgaben von "Die große Show der Träume" machen?

Egli: Das steht im Moment noch nicht fest, wir warten ab, wie gut die erste Sendung ankommt. Aber ich bin und bleibe in erster Linie Sängerin, daher ist es mir ohnehin wichtig, erst mal auch in diesem Bereich weiter zu machen.

teleschau: Gibt es einen Traum-Promi, den sie gerne mal vor die Kamera bringen würden?

Egli: Genau das habe ich mit meiner Sendung schon vollbracht! Ich habe mir genau die Kandidaten eingeladen, die ich mir gewünscht habe. Zum Beispiel den Eurovision-Song-Contest-Gewinner Måns Zelmerlöw. Das wird auf jeden Fall ein traumhafter Abend für mich. Es ist ja auch mal schön, nicht selber im Fokus zu stehen und die anderen auf der Bühne zu bewundern.

teleschau: Wie war eigentlich der Wechsel aus der Schweizer Branche in die deutsche? Gab's da etwas, das für Sie total anders war?

Egli: Gerade bei meinen Konzerten merke ich den Unterschied nicht wirklich, denn bis jetzt hatte ich immer ein traumhaftes Publikum.

teleschau: In der Musiksendungs-Szene findet ja momentan ein Generationenwechsel statt, es kommen immer mehr junge Leute wie Sie zum Einsatz. Wie finden Sie das?

Egli: Für mich ist das DIE Chance für die Zukunft des Fernsehens. Ich gehöre natürlich selber zur Internet-Generation, ziehe mir Songs auf mein iPod, gucke Videoclips und bin in den sozialen Netzwerken unterwegs. Ich glaube, es ist wichtig, auch die jüngere Generation anzusprechen, damit sie am Samstagabend einschaltet, wenn eine große Musiksendung läuft. Es ist mir wichtig, dass meine Show generationsübergreifend ist.

teleschau: Sie selbst haben schon oft mit alten Hasen zusammengearbeitet, erst wieder bei "Die Große Show der Träume" mit Howard Carpendale, auch schon oft mit Carmen Nebel. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihnen?

Egli: Für mich ist Howard Carpendale jemand, der mich seit meiner Kindheit musikalisch begleitet, und auch mit Carmen Nebel verstehe ich mich toll und bin immer gerne in ihrer Sendung zu Gast. Ich gucke ihre Show auch immer gerne, genauso wie alles, was Florian Silbereisen so macht.

teleschau: Auch beim "Musikantenstadl" gibt es jetzt in Sachen Moderation eine Verjüngungskur mit Ihrer Schweizer Landsfrau Francine Jordi und dem Deutschen Alexander Mazza, Andy Borg darf nicht weitermachen. Was halten Sie von dieser Veränderung?

Egli: Erst mal wünsche ich Andy Borg am Samstag "Toi Toi Toi" für seinen letzten Auftritt als Gastgeber beim "Musikantenstadl". Und dann bin ich einfach nur froh, dass es den "Musikantenstadl" weiterhin geben wird, da gab es ja durchaus auch mal Zweifel.

teleschau: Sie planen eine große Konzert-Tournee für 2016. Können Sie uns schon was über die Bühnen-Show verraten?

Egli: Wir sind voll in den Vorbereitungen und Planungen, und Sie können sich auf jeden Fall auf eine großartige Tour 2016 freuen.

teleschau: Stichwort "Große Show der Träume": Von was träumen Sie denn so?

Egli: Eigentlich lebe ich meinen Traum ja schon: Ich bin Sängerin und Entertainerin! Ich hoffe, dass ich diesen Traum noch lange leben darf und dass auch mein Publikum mit mir wächst. Privat träume ich davon, meine High-Heels und das Make-up stehenzulassen eine Weltreise zu machen. Ich habe noch viel zu wenig von der Welt gesehen!

Quelle: teleschau - der mediendienst