Dokfest München ehrt Gewinnerfilme

Dokfest München ehrt Gewinnerfilme





In diesem Jahr feierte das Internationale Dokumentarfilmfestival München, kurz: Dokfest, sein 30-jähriges Bestehen. Gefeiert wurde mit einer illustren Auswahl an Filmen - was sich auch in den Gewinnerwerken widerspiegelt: Den "Viktor" im internationalen Hauptwettbewerb erhielt die dänisch-polnische Koproduktion "Something Better To Come" der Regisseurin Hanna Polak. Sie dokumentiert in eindrücklichen Bildern das alltägliche Leben einer jungen Frau auf Europas größter Müllhalde vor den Toren Moskaus. Die Jury lobte das ohne Sozialromantik auskommende Werk für "den besonderen Zugang zu den Protagonisten", "einen Einblick in den politischen und sozialen Kontext der russischen Gesellschaft" und "die Verbindung vieler Ebenen zu einem Kunstwerk". Als bester Film im deutschen Wettbewerb wurde die vielschichtige Familien- und Geschichtsstudie "Aus dem Abseits" geehrt, in dem sich Regisseur Simon Brückner seinem früh verstorbenen Vater annähert. Der Sozialpsychologe Peter Brückner galt als eine der intellektuellen Galionsfiguren der 68er und Unterstützer der Studentenbewegung. Das Werk sei "sensibel und virtuos in der Verwendung vielfältiger Mittel", heißt es in der Jurybegründung, und mache Brückner "wieder lebendig". Im Wettbewerb "Dok.horizonte" gewann der französisch-senegalesische Film "Ce qu'il reste de la foile", den Publikumspreis erhielt "Electroboy" aus der Schweiz, mit dem Nachwuchsförderpreis für bayerische Regisseure wurde Ralf Büchelers "Mission Control Texas" ausgezeichnet.

Quelle: teleschau - der mediendienst