Lars von Trier: Ohne Drogen unkreativ?

Lars von Trier: Ohne Drogen unkreativ?





So anonym wird er bei den Anonymen Alkoholikern wohl nicht sein: Lars von Trier, der dänische Meister des Arthouse-Dramas, berichtete gegenüber der Zeitung "Politiken" von seiner früheren Alkohol- und Drogensucht. Mittlerweile sei er trocken und clean, erklärte der 58-Jährige. Er unterziehe sich einer Behandlung und nehme regelmäßig an AA-Treffen teil. So weit, so gut - nur sieht er dabei ein kleines Problem: Von Trier gestand, die meisten seiner Filme unter Alkohol- und Drogeneinfluss kreiert zu haben - eine Flasche Wodka pro Tag hätten ihm geholfen, in eine "parallele Welt" zu flüchten, die notwendig für die Erschaffung seiner Werke gewesen sei. Aus diesem Grund befürchtet er nun, keine Filme mehr produzieren zu können, oder lediglich "beschissene Filme". Schließlich habe doch seine Kreativität vom Drogen- und Alkoholkonsum abgehangen: "Es existiert keine kreative Schaffensphase von Ex-Alkoholikern oder ehemaligen Drogenabhängigen. Was wären die Rolling Stones ohne Alk oder ein Jimi Hendrix ohne Heroin?".

Quelle: teleschau - der mediendienst