Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal

Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal





London Calling

Der erste Versuch war gleich ein Treffer: Über 570 Millionen US-Dollar spielte "Nachts im Museum" 2006 weltweit ein. Die Geschichte um einen Nachtwächter im New Yorker Naturkunde-Museum, der sich plötzlich mit zum Leben erweckten Exponaten herumschlagen muss, erfüllte stimmig und unter souveränem Einsatz von Computeranimationen eine alte, nicht nur kindliche Fantasie: dass die Vergangenheit weiterlebt und die Gegenwart durchtränkt. Nachdem der Nachfolger "Nachts im Museum 2" 2009 weitere üppige 410 Millionen Dollar in die globalen Kinokassen spülte, war es letztlich nur eine Frage der Zeit, wann Regisseur Shawn Levy die Museumscrew wieder rekrutieren würde. Nun kommt "Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal" in die Kinos - erneut mit Ben Stiller als wehrhafter Museumswärter und mit dem im Sommer verstorbenen Komiker Robin Williams in der Rolle des früheren US-Präsidenten Teddy Roosevelt.

Im New Yorker Naturkunde-Museum hat der chaoserprobte Nachtwächter Larry (Ben Stiller) endlich alles im Griff. Zur Neueröffnung des Planetariums liefern seine altehrwürdigen Freunde und Museumsbewohner den versammelten Gästen eine spektakuläre Show. Doch dann gerät plötzlich alles außer Kontrolle, weil die magische Tafel von Pharao Akmenrah (Rami Malek), quasi das Lebenselixier der Exponate, allmählich ihre Energie verliert.

Nur die ursprünglichen Besitzer, die Eltern von Pharao Akmenrah, kennen das Geheimnis, wie die Tafel erhalten werden kann. Doch die fristen im British Museum ihr Dasein, weshalb sich Larry mit seinem Sohn Nick (Skyler Gisondo) nach London aufmacht. Mit an Bord: seine historischen Freunde, darunter Legionär Octavius (Steve Coogan), Cowboy Jedidiah (Owen Wilson) sowie sein treuer Kumpel, der Ex-US-Präsident Teddy Roosevelt (Robin Williams).

Durch die Tafel geht es plötzlich auch im British Museum rund. Larry und seine schräge Crew geraten von einem Abenteuer ins nächste, wobei ein wild gewordener Triceratops noch das kleinste Übel ist. Zu ihnen gesellt sich der edle Sir Lancelot (Dan Stevens), der Larrys Sohn Nick mit Tipps fürs Leben versorgt, die natürlich alles andere als zeitgemäß sind. Jede Figur hat schließlich ihre eigene Geschichte, und aus diesem Clash der Jahrhunderte bezieht der Film seine Komik.

Regisseur Shawn Levy inszeniert den dritten Teil seines fantastischen Museumsabenteuer nach bewährter Manier, wobei er sein etabliertes Figurenarsenal um ein paar weitere historische Exemplare erweitert. Die Effekte sind spektakulär, das zeigt schon die Show zu Beginn des Films. Insofern dürfte "Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal" seine Vorgänger an den Kinokassen noch übertrumpfen. Denn es ist alles drin: eine Vater-Sohn-Geschichte, abenteuerliche Action, lustige Dialoge und ein bisschen Wehmut. Weil wir Robin Willams so nie mehr sehen werden.

Quelle: teleschau - der mediendienst