Inka Bause

Inka Bause





"Auf Kritik reagiere ich gelassen!"

Als Inka Bause vor zehn Jahren für "Bauer sucht Frau" ins Dirndl schlüpfte, rechnete sie nicht damit, dass sie es heute noch tragen würde. Wenn es nach der 46-Jährigen ginge, könnte es gerne noch einige Jahre so weitergehen, wie sie im Interview verrät. Und auf eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte deutet auch alles hin. "Bauer sucht Frau" erreicht auch im zehnten Jahr noch immer regelmäßig mehr als sechs Millionen Zuschauer. RTL lässt dem Jubiläum an den Weihnachtstagen ausreichend Raum. Den Auftakt macht ein Jubiläums-Spezial am Montag, 22. Dezember, 20.15 Uhr. Es folgen "Die kultigsten Momente" am Donnerstag, 25. Dezember, 19.05 Uhr, und "Die romantischsten Momente" am Freitag, 26. Dezember, ebenfalls 19.05 Uhr.

teleschau: Frau Bause, welche spontane Erinnerung haben Sie an die Anfänge von "Bauer sucht Frau"?

Inka Bause: Das war der Drehtag für das erste Scheunenfest. Ich war ziemlich aufgeregt. Eine Kupplerin für einsame Landwirte zu sein, war auch für mich absolutes Neuland. Auch habe ich da zum ersten Mal das ganze Team kennengelernt. Viele von den Kollegen sind bis heute dabei, und wir sind fast so etwas wie eine Familie geworden. Das macht das Arbeiten heute sehr viel entspannter als damals.

teleschau: Was waren Ihre drei "Highlights" in zehn Jahren "Bauer sucht Frau"?

Bause: Im Grunde sind es zehn Highlights, die ich bisher erleben durfte, nämlich die zehn Scheunenfeste. Es gibt kaum einen romantischeren Augenblick als den, wenn die auserwählten Frauen den Raum betreten, in dem ich mit den Landwirten warte. Da knistert es, Blicke werden ausgetauscht, und es liegt eine unglaubliche Stimmung ist in der Luft. Das ist jedes Jahr unvergesslich.

teleschau: Haben Sie jemals damit gerechnet, dass Sie mit "Bauer sucht Frau" das zehnjährige Bestehen feiern könnten?

Bause: Ganz ehrlich? Nein. Ich habe es mir aber sehr, sehr gewünscht. Denn als man mir 2005 das Format vorgestellt hat, war ich sofort begeistert und überzeugt. Aber dass die Sendung so ein Quotenkracher über zehn Jahre wird, hätte ich nie im Leben gedacht.

teleschau: Wie lange wird der Zuschauer Sie noch im Dirndl sehen?

Bause: Von mir aus kann "Bauer sucht Frau" noch ewig weitergehen. Dirndl trage ich im Übrigen sehr gerne. Wichtig ist natürlich der entsprechende Anlass - wie das Scheunenfest oder eine der mittlerweile ja schon sehr zahlreichen Bauernhochzeiten, bei denen ich mitfeiern durfte.

teleschau: Sie bezeichnen sich selbst als "Stadtpflanze". Könnten Sie sich ein Leben auf einem Bauernhof vorstellen?

Bause: Vor zehn Jahren habe ich noch vehement Nein gesagt. So eindeutig ist es mittlerweile nicht mehr. Ich bin sehr gerne auf dem Land. Aktuell ziehe ich das Stadtleben jedoch weiterhin vor.

teleschau: Welche Avancen müsste Ihnen ein Landwirt machen?

Bause: Wenn ich mich in einen Mann verliebe, egal ob Banker, Bauer oder Büroangestellter, dann kommt das einfach so, ist nicht planbar oder gar von Avancen oder Ähnlichem anhängig.

teleschau: Sie werden immer wieder "TV-Kupplerin" genannt. Mögen Sie diese Bezeichnung?

Bause: Ich bin gerne die TV-Kupplerin, weil es einfach Spaß macht, liebe Menschen ein kleines Stück auf ihrem Weg zum Glück zu begleiten.

teleschau: "Bauer sucht Frau" wurde immer wieder kritisiert. Unter anderem hieß es, die Kandidaten würden als "einsame Trottel" präsentiert. Gerechtfertigt?

Bause: Diese Kritik ist so alt wie die Sendung. Ich reagiere darauf immer sehr gelassen, denn ich weiß, dass sich unsere Bauern sehr wohlfühlen und sich noch keiner beschwert hat. Im Gegenteil, viele schreiben mir Briefe und bedanken sich für die schöne Zeit. Das allein zählt für mich.

teleschau: Inzwischen sind die Kritiken weitestgehend verstummt. Die Quoten stimmen nach wie vor. Verbuchen Sie das auch als einen persönlichen Erfolg?

Bause: Nein, ich habe den kleinsten Teil zum Erfolg der Sendung beigetragen. Die Helden der Sendung sind die Bauern. Aber natürlich bin ich dennoch stolz darauf, dass wir nicht nur quotentechnisch so erfolgreich sind, sondern auch in der Liebesbilanz.

teleschau: Wie hat sich die Sendung in den vergangenen zehn Jahren verändert?

Bause: Jede Staffel ist anders, da immer neue und andere Landwirte dabei sind. Durch die sozialen Netzwerke ist es jedoch für uns immer schwerer geworden, dass sich die Bauern nicht vor dem Scheunenfest via Facebook & Co. verlieben. Das kommt immer häufiger vor.

teleschau: Welchen Unterschied erkennen Sie zwischen "Menschen vom Lande" und "Stadtleuten"?

Bause: Die Menschen vom Lande, die ich bisher kennengelernt habe, haben einfach mehr Zeit und strahlen eine andere Ruhe aus als viele Menschen aus der Stadt. Außerdem sind die Bauern tief mit der Natur und ihrem Leben verwurzelt. Bis auf den Behördenkram habe ich noch nie einen Landwirt über seinen Beruf meckern hören. So eine tiefe Verbundenheit mit dem Beruf findet man in der Stadt sehr viel seltener.

Quelle: teleschau - der mediendienst