Regisseur Mike Nichols stirbt mit 83 Jahren

Regisseur Mike Nichols stirbt mit 83 Jahren





Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Mike Nichols ist tot. Der in Berlin geborene US-Amerikaner starb am 19. November im Alter von 83 Jahren an den Folgen eines Herzstillstands. Nichols drehte Klassiker wie die Romanadaption "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1966) und gewann 1967 mit dem für die damalige Zeit revolutionären Drama "Die Reifeprüfung" einen Oscar. Während seiner fünf Jahrzehnte währenden Laufbahn geriet er zu einem der einflussreichsten Filmemacher Amerikas und schuf stilbildende Filme wie den fünffach oscarnominierten "Silkwood" von 1983 und "Die Waffen der Frauen" (1988), der einen Oscar für die Filmmusik erhielt. Als einer von wenigen Filmemachern wurde er in seiner Laufbahn mit Oscar, Tony-Award, Emmy und Grammy ausgezeichnet. Der Sohn einer jüdischen Familie, die 1938 vor den Nazis floh, arbeitete noch bis in die 2000er-Jahre beispielsweise im Beziehungsdrama "Hautnah" (2004) oder seinem letzten Film "Der Krieg des Charlie Wilson" (2007) mit Stars wie Julia Roberts, Tom Hanks oder Jude Law zusammen. Er hinterlässt seine Ehefrau, die bekannte US-Journalistin Diane Sawyer, sowie die gemeinsamen drei Kinder Daisy, Max und Jenny. Mit ihnen trauert ganz Hollywood: "Der witzigste, klügste, weiseste, großherzigste und liebenswürdigste von allen", twitterte beispielsweise Mia Farrow über Mike Nichols, der "ein wahrhaft guter Mensch" gewesen sei.

Quelle: teleschau - der mediendienst