Wiedersehen mit Brundibar

Wiedersehen mit Brundibar





Kunst inmitten der Vernichtung

"Brundibár" ist mehr als nur eine Kinderoper. 1938 von Hans Krása komponiert, schrieb dieser die Partitur nach seiner Deportation ins KZ Theresienstadt dort erneut auf. Über 50 Mal wurde das Stück vor Kindern im Konzentrationslager aufgeführt. Die Deutschen nutzten das aus und filmten die Vorführungen für den Propagandafilm "Theresienstadt", um die Realität der Vernichtung zu verschleiern. Im Dokumentarfilm "Wiedersehen mit Brundibar" begleitet Douglas Wolfsperger eine Berliner Jugendtheatergruppe, die das Stück neu inszeniert. Zunächst wenig begeistert, setzen sich die Schüler immer mehr mit der Historie auseinander, reisen nach Theresienstadt und treffen Greta Klingenberg, eine der letzten Überlebenden der Originalbesetzung. Diese wurde während der Shoa immer wieder getauscht, weil die meisten der Darsteller ebenso wie Schöpfer Krása in Auschwitz von den Deutschen ermordet wurden.

Quelle: teleschau - der mediendienst