Sex On The Beach 2 - Down Under

Sex On The Beach 2 - Down Under





Niveauloser Quatsch in Australien

Zwei Jahre nachdem "Sex On The Beach" (2012) zumindest in Großbritannien zum unerwarteten Kassenschlager wurde, setzen die Macher Damon Beesley und Iain Morris ihrem Gipfel des schlechten Geschmacks mit "Sex On The Beach 2 - Down Under" die Krone auf. Vorbild für das postpubertäre Jungsquartett ist nach wie vor merklich die amerikanische "American Pie"-Filmreihe. Dort waren die Fortsetzungen nämlich genauso schlecht wie beim Pendant aus dem Königreich: Wer Spaß an Körperflüssigkeits-Komik und schlechten Gags weit unter der Gürtellinie hat, wird zwar ein oder zweimal lachen können, von einer unterhaltsamen Komödie ist dieser Film jedoch weit entfernt.

Will (Simon Bird), Neil (Blake Harrison), Simon (Joe Thomas) haben mittlerweile die Schulzeit, durch die man sie in der britischen Serie "The Inbetweeners" (2008-2010) begleiten durfte, hinter sich gelassen. Trotzdem kommen sie bis auf Simon immer noch nicht zum Zug bei den Frauen. Der muss sich dafür aber mit seiner extrem eifersüchtigen Borderline-Freundin Lucy (Tamla Kari) herumschlagen, die anscheinend ein Faible für das Zerschneiden seiner Lieblingsklamotten hat.

Nach einer weiteren deprimierenden "Party"-Nacht kommt den Nerds eine SMS ihres nach Australien emigrierten Kumpels Jay (James Buckley) gerade recht. Dieser zufolge arbeitet er als DJ "Big Penis" in einem angesagten Club, lebt jetzt schon in einer riesigen Villa, hat jeden Tag mindestens eine willige, heiße Braut und sogar schon einen Dreier mit den Minogue-Schwestern. Für die drei in England Gebliebenen ist der Fall klar: In "Down Under" finden sie das Sex- und Partyparadies nach dem sie ihr bisheriges Leben suchten.

In Australien angekommen holt sie allerdings die Realität ein: Jay arbeitet zwar in einem Club, aber als Klomann, die Villa ist ein Zelt, und heiße Frauen gibt's zwar einige, die interessieren sich allerdings eher für die muskelbepackten Surferboys und die weit gereisten, hyper coolen Backpacker. Die vier Jungs lassen sich aber davon nicht entmutigen. So stürzen sie sich in eine Reihe episodenhafter Stationen durch Australien. In "Sex on the Beach 2 - Down Under" jagt ein verbrauchter Kalauer den nächsten. Die Devise des Films scheint es zu sein, lieber nichts vollkommen Neues zu wagen, sondern das, was man schon hundert Mal sah, einfach noch peinlicher zu machen. So bekommen die Zuschauer hauptsächlich Vulgärsprache und Körperflüssigkeiten geboten.

Das an sich wäre nicht einmal so schlimm, wenn die Gags wenigstens lustig wären. Schließlich führte diese Rezeptur schon so einige Teenie-Filme zum Erfolg. In diesem Fall überspannt man den Bogen leider konsequent ins Leere, sodass letztlich nur knapp eineinhalb Stunden Fremdschämen übrig bleiben. Emotionalität, die den Mangel an Komik ausgleichen könnte, bleibt aus. Die karikaturhafte, einseitige Figurenzeichnung versperrt jegliche Identifikationsmöglichkeit mit den Protagonisten und lässt an keiner Stelle auch nur ein klein wenig Herzlichkeit entstehen.

Quelle: teleschau - der mediendienst