Richard Attenborough ist tot

Richard Attenborough ist tot





Schauspielgröße, Regie-Oscargewinner, Friedenspreisträger und Unicef-Botschafter - mit Lord Richard Attenborough verlor die Welt am Sonntag einen Mann, der sich auf vielen Gebieten einen großen Namen gemacht hat. Eine wahre Kinogröße sei er gewesen, würdigt Großbritanniens Premier David Cameron seinen verstorbenen Landsmann, und unermüdlich in seinem Kampf für Kinder, erinnert die Hilfsorganisation Unicef. Sein Schauspieldebüt gab Attenborough 1942 nach seinem Studium an der Royal Academy of Dramatic Arts und erregte in Großbritannien bald mit Filmen wie "Brighton Rock" (1947) oder "Der beste Mann beim Militär" (1955) Aufmerksamkeit. Internationale Berühmtheit erlangte der 1923 in Cambridge geborene jedoch erst 1963 mit seiner Rolle in "Gesprengte Ketten". Mit dem Musical "Oh! What a Lovely War" gab der ältere Bruder des Naturfilmers David Attenborough 1969 sein Regiedebüt. Schon damals spielte er mit dem Gedanken, das Leben des Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Gandhi zu verfilmen - einen Traum, den "Dickie", wie er privat genannt wurde, erst 1982 verwirklichen konnte. "Gandhi" wurde im folgenden Jahr für elf Oscars nominiert, acht - darunter Bester Film und Beste Regie - wurden dem Biopic zugesprochen. Seine Schauspielerlaufbahn hatte er inzwischen unterbrochen, um sich verstärkt seiner Regiekarriere zu widmen. Mit Erfolg: Auch für "A Chorus Line" (1985), "Schrei nach Freiheit" (1987), "Chaplin" (1992) und "Shadowlands" (1993) wurde er oscarnominiert. Erst in "Jurassic Park" (1993) nahm Attenborough die Schauspielerei wieder auf, was ihm Regisseur Steven Spielberg nie vergessen wird: "Er war ein lieber Freund, und ich reihe mich ein in die endlose Schlange derer, die ihn zutiefst verehrten." Richard Attenborough verstarb wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag und hinterlässt seine Frau Sheila Sim, mit der er seit 1945 verheiratet war, und drei Kinder.

Quelle: teleschau - der mediendienst