Cindy aus Marzahn

Cindy aus Marzahn





"Die Promis sollen an ihre Grenzen gebracht werden!"

Im vergangenen Jahr erzielte "Promi Big Brother" in seiner ersten Ausgabe eine ordentliche Quote. Allerdings waren die Kritiken miserabel. Dem Format fehle ein eigenes Profil, hieß es mitunter. "Natürlich haben wir Fehler gemacht", sagt Comedy-Star Cindy aus Marzahn über die Ausgabe. Und sie meint damit auch ihren Job als Moderatorin. Ab Freitag, 15. August", 20.15 Uhr, wenn "PBB" bei SAT.1 wieder startet, ist sie wieder mit von der Partie. Dann allerdings in einer neuen Rolle: Als "Fan", der anders als der neue Moderator Jochen Schropp frei nach Schnauze reden darf, und mit einer eigenen Webshow soll sie gemeiner über die Insassen herziehen.

teleschau: In diesem Jahr sind Sie "Fan" und nicht mehr Moderatorin von "Promi Big Brother". Wäre es gemein zu behaupten, Sie wurden degradiert?

Cindy aus Marzahn: Für mich ist es wichtig, dass das Publikum Spaß an der Sendung hat, und wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann, freut mich das umso mehr. Die Stars der Sendung sind ohnehin die Bewohner und sonst niemand. Das war in der ersten Staffel genauso der Fall.

teleschau: Was bedeutet Ihre neue Rolle als "Fan" von "Promi Big Brother"?

Cindy: Dass ich einfach das sage, was andere vor den Bildschirmen möglicherweise denken. Manche Kandidaten sind vielleicht doof, andere sind nett. Und das wird dann auch so gesagt. Jochen Schropp als Moderator von "Promi Big Brother" kann nicht sagen, er finde beispielsweise Susanne Schulze, die da drin ist, doof. Ich dagegen kann in Einspielern immer sagen, was ich über diese Person denke.

teleschau: Warum soll der Zuschauer in diesem Jahr bei "Promi Big Brother" einschalten?

Cindy: Weil es wieder spannend wird, so wie es im vergangenen Jahr auch war. Es gibt einige Änderungen. Das Haus ist diesmal in zwei Bereiche unterteilt. Oben und unten. Für die Bewohner gibt es viele neue spannende Aufgaben. Da will der Zuschauer doch sehen, was auf die zukommt. Wenn ich aber ehrlich bin, weiß ich selbst noch nicht, was genau passieren wird. Ich weiß lediglich, wann ich zur ersten Live-Sendung zu erscheinen und was ich anzuziehen habe.

teleschau: Das "Big Brother"-Haus ist in diesem Jahr in eine Luxus- und eine sehr ärmlich eingerichtete Etage aufgeteilt. Dazu soll es wieder mehr Challenges geben. Freuen Sie sich über diese Änderungen?

Cindy: Die Bewohner sollen schon an Ihre Grenzen gebracht werden. Das sind doch alles Prominente, die aus einem tollen Leben kommen. Der ein oder andere wird sich sicher wundern, wenn er spürt, wie es ist, wenn man nichts hat.

teleschau: Wie wichtig sind die prominenten Kandidaten für die Show an sich?

Cindy: Die Bewohner sind mit Abstand das Wichtigste bei PBB. Sie schmeißen die Show. Ob sie wollen oder nicht. Wenn die alle langweilig sind, nur Kaffee schlürfen und über Bücher reden, die sie mal vor zehn Jahren gelesen haben, dann werden auch dem Zuschauer die Füße einschlafen. Aber das wissen die Bewohner selbst und werden uns sicher nicht enttäuschen. Ohnehin wird es ihnen mit den Challenges von außen nicht zu einfach gemacht.

teleschau: Umgekehrt gefragt: Wie wichtig ist die Show für die prominenten Kandidaten?

Cindy: Es gibt ja schon Prominente, denen es zuletzt vielleicht nicht so gut ging und die danach möglicherweise wieder mehr zu tun bekommen. Natürlich bietet "Promi Big Brother" ihnen die Möglichkeit, ihr Licht wieder unter den Scheffel zu stellen.

teleschau: Das Format birgt für die Promis aber auch die Gefahr, beispielsweise durch sarkastische Moderation, gnadenlos vor einem Millionenpublikum vorgeführt zu werden.

Cindy: Na klar, können die sich durch ihr Verhalten auch rausschießen. Aber das liegt doch an jedem selbst. Wenn eine ganz normale Person meint, durch die Stadt zu rennen, um andere zu beschimpfen, dann schießt sie sich auch selbst ins Aus. Und das ist bei den Prominenten nicht anders. Wenn der eine oder andere meint, sich nicht benehmen zu können, dann wird er die Rechnung zu spüren bekommen.

teleschau: Würden Sie denn selbst ins "Promi Big Brother"-Haus einziehen?

Cindy: Ich habe ja Haustiere. Wenn ich tatsächlich in das Haus einziehen würde, hätte ich das Problem, dass sich keiner um sie kümmert.

teleschau: Welchen prominenten Kandidaten würden Sie gerne im "Big Brother"-Haus sehen?

Cindy: Meine Wunschkandidaten wären die Familie Ingalls aus der Serie "Unsere kleine Farm" oder "Die Waltons". Wäre es nicht schön, wenn alle am Ende der insgesamt 15 Live-Sendungen immer sagen würden: "Gute Nacht, John Boy!"

teleschau: Nun haben Sie erst kürzlich ein Gastspiel in New York auf dem Broadway gegeben. Welchen Unterschied gibt es zwischen Berlin und dem Big Apple?

Cindy: Die Luft! Wir haben in Berlin einfach frischere Luft.

teleschau: Ist New York eine Art Traumstadt, oder war das Gastspiel dort nur ein einmaliges Abenteuer?

Cindy: Berlin ist mein Zuhause, bleibt mein Zuhause und meine Traumstadt. New York war schon ein besonderes Erlebnis, aber jetzt steht PBB im Mittelpunkt. Mal sehen, wie es dann weitergeht.

Quelle: teleschau - der mediendienst