Die langen hellen Tage

Die langen hellen Tage





Jugend zwischen Zerrüttung und Patriarchat

Kurz nach dem Untergang der Sowjetunion im Bürgerkrieg in Tiflis, Georgien: Die Teenager Eka (Lika Babluani) und Natia (Mariam Bokeria) sind im vielfach ausgezeichneten Festivalliebling "Die langen hellen Tage" beste Freundinnen, rauchen, rebellieren, reden Unsinn. Als heranwachsende junge Frauen sehen sie sich jedoch immer mehr mit zerstörten Familienverhältnissen und patriarchaler Gewalt konfrontiert. Ekas Vater sitzt im Knast, Mutter und Schwester haben kein Interesse an ihr. In Natias Familie regiert hingegen die Gewalt, der Vater ist Alkoholiker und schlägt ihre Mutter. Auch außerhalb der zerrütteten Familien müssen sich die beiden Frauen behaupten, Belästigungen und Machtdemonstrationen von Männern sind Alltag. Als schließlich auch noch Natia von einem Unbekannten entführt und zwangsverheiratet wird, bleibt den Frauen nichts übrig, als ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Quelle: teleschau - der mediendienst