Eli Wallach ist tot

Eli Wallach ist tot





"Ich spiele nicht, um zu leben - ich lebe, um zu spielen", erklärte Eli Wallach, als er 2010 seinen Ehrenoscar in Empfang nahm. Der Amerikaner, der nach eigener Aussage mehr Banditen, Diebe, Killer, Kriegsherren und Mafiosi gespielt habe, als man zählen könne, starb am Dienstag im Alter von 98 Jahren. Sechs Jahrzehnte umspannte die Karriere des New Yorkers, der sein Handwerk im berühmten Actors Studio an der Seite von Marlon Brando, Marilyn Monroe und Montgomery Clift erlernte. Mit den beiden Letztgenannten stand Wallach 1960 für "Misfits - Nicht gesellschaftsfähig" vor der Kamera. Im selben Jahr trat er in "Die glorreichen Sieben" auf, der erste Western in Wallachs umfangreicher Filmografie, die auch Genre-Klassiker wie "Das war der Wilde Westen" (1962), "Vier für ein Ave Maria" (1968) und "Zwei glorreiche Halunken" (1966) umfasst. Clint Eastwood, sein Co-"Halunke", bezeichnete Wallach einst als "großartigen Schauspieler und großartigen Freund". Noch mit über 90 nahm der Weltkriegsveteran Rollenangebote an, unter anderem in "Wall Street: Geld schläft nicht" (2010), "Der Ghostwriter" (2010) und "Liebe braucht keine Ferien" (2006). Wallach hinterlässt drei Kinder aus seiner Ehe mit Schauspielerin Anne Jackson - das Paar lernte sich einst im Actors Studio kennen und war seit 1948 verheiratet.

Quelle: teleschau - der mediendienst