Sarah Michelle Gellar

Sarah Michelle Gellar





Mama in der Krise

Bei ProSieben startet am Mittwoch, 21. Mai, 21.15 Uhr, die neue US-Sitcom "The Crazy Ones". Die Serie um den durchgeknallten Chef einer Werbeagentur und dessen Tochter als "Aufpasserin" bietet ein vermeintliches Traum-Duo auf: Star-Komiker Robin Williams ("Mrs. Doubtfire") ist nach 31 Jahren wieder in einer TV-Rolle zu sehen, ihm zur Seite steht die ewige "Buffy" Sarah Michelle Gellar. Jedoch: Trotz dieses Top-Aufgebots sind die "Crazy Ones" im US-TV nach nur einer Staffel schon wieder gescheitert, noch bevor sie im deutschen Fernsehen gestartet sind. Schuld daran könnte ausgerechnet Sarah Michelle Gellar sein.

Viel besser hätte der Start für eine Serie kaum sein können. Nach nur vier Folgen der "Crazy Ones" verlängerte der Sender CBS die im September 2013 frisch angelaufene Sitcom auf eine komplette erste Staffel mit 22 Folgen. Geplant waren ursprünglich "nur" 13 Episoden.

Gerade Sarah Michelle Gellar konnte diesen frühen Erfolg gut gebrauchen. Erst 2012 scheiterte ein erstes TV-Comeback. Die Thriller-Serie "Ringer" wurde beim US-Sender The CW nach nur einer Staffel eingestellt - wegen schwacher Quoten. Im deutschen Fernsehen liefen die 22 Episoden von "Ringer", in denen Sarah Michelle Gellar die Identität ihrer Zwillingsschwester annimmt, kaum gesehen bei Sixx. Zuvor war die New Yorkerin nur noch in der Verfilmung des Paulo-Coelho-Bestsellers "Veronika beschließt zu sterben" (2010) einer kleinen Minderheit aufgefallen. Das Einspielergebnis von rund 180.000 Euro ist auch in Deutschland ein trauriges Resultat. In den USA kam das Drama erst gar nicht ins Kino.

Nun sind zwei Kinder gemeinsam mit ihrem Ehemann Freddie Prinze Junior (September 2009, September 2012) persönlich sicher bemerkenswert. Nach dem Ende der Hit-Serie "Buffy - Im Bann der Dämonen" (1997 - 2003), die sie Anfang der Jahrtausendwende erst richtig bekannt machte, war jedoch zunächst die ganz große Hollywood-Karriere geplant. Sarah Michelle Gellar selbst machte daraus nie einen Hehl. Es ist überliefert, dass sie zum Ende der siebten "Buffy"-Staffel, dessen Aus sie höchst selbst ohne das Wissen der restlichen Filmcrew exklusiv in einem Zeitungsinterview verkündete, nur noch mit der Größe ihrer Leinwand-Rollen kokettiert habe. Bis auf den Horrorstreifen "The Grudge - der Fluch" (2004) oder vielleicht noch den zweiten Teil der Comicverfilmung "Scooby Doo" (2004) war kein nachhaltig zählbarer Erfolg dabei.

Inzwischen ist auch der anfängliche Hype um "The Crazy Ones" verflogen. Mit mehr als 15 Millionen Zuschauern ist die Sitcom im September hervorragend gestartet. Das Duo Robin Williams und Sarah Michelle Gellar erreichte trotz prominenter Gastauftritte von Kelly Clarkson, Ashley Tisdale oder Model Adriana Lima zum Staffelfinale im April jedoch nur noch 5,23 Millionen Zuschauer. Die Konsequenz: US-Sender CBS gab erst Anfang Mai bekannt, "The Crazy Ones" nach nur einer Staffel nicht weiter verlängern zu wollen. Zudem äußerte Gellar private Probleme.

Die zweifache Mutter selbst gab zu, dass sie mitunter Schwierigkeiten habe, Berufliches und Privates unter einen Hut zu bringen. Zu Beginn der Dreharbeiten zu "The Crazy Ones" sagte sie: "Wir sind normalerweise um 6 Uhr morgens am Filmset und gehen erst wieder gegen 5 Uhr abends. Ich konnte die vergangenen zwei Nächte meine Kinder nicht ins Bett bringen." Trotzdem: An dem möglichen, sehr frühen Aus der Sitcom soll etwas anderes schuld sein: ein Magazincover und ein Tweet.

Tatsächlich erregte sich SMG im März sehr eindeutig darüber, dass ausgerechnet die sogenannte Modebibel "Vogue" Rapper Kanye West in herzlicher Umarmung mit dem TV-Sternchen Kim Kardashian auf dem berühmten Titelblatt zeigte. Via Twitter kündigte sie an, sie werde ihr Abonnement kündigen. Ihre Fans sollten es ihr doch gleichtun. In der Folge wird nun spekuliert, dass ausgerechnet dieser Tweet Gellars Karriere nun schade. Schließlich habe sie sich mit drei sehr mächtigen Personen im US-Entertainment-Business angelegt: dem Paar Kanye West und Kim Kardashian, sowie Anna Wintour, immerhin die Herausgeberin der "Vogue". Auffällig ist, dass nur 14 Tage nach Gellars Aufruf zum Magazin-Boykott die ersten Gerüchte aufkamen, "The Crazy Ones" erhielte keine Fortsetzung. Wie es heißt, sollen West, Kardashian, Wintour all ihren Einfluss geltend gemacht haben, damit die Gellar vom Bildschirm verschwinde ...

Quelle: teleschau - der mediendienst