Mareike Carrière

Mareike Carrière





Trauer um die erste Serien-Polizistin

Mareike Carrière ist tot. Die Schauspielerin erlag am Sonntag den Folgen eines Krebsleidens, wie ihr Management mitteilte. Sie wurde 59 Jahre alt.

Bekannt wurde die Schauspielerin unter anderem als "erster weiblicher Cop im deutschen Fernsehen": Von 1986 bis 1993 spielte sie in der Hamburger Kultserie "Großstadtrevier" (ARD) die Polizeiobermeisterin Ellen Wegener. Noch prägender war ihre Rolle in der ARD-Serie "Praxis Bülowbogen" (1987 - 1996), mit der Mareike Carrière als Günter-Pfitzmann-Tochter Katrin Brockmann viele Fans gewann.

Später legte die Schwester von Schauspieler Mathieu Carrière den Fokus auf nationale und internationale Filme. Doch die Angebote wurden rar, wie sie 2007 im Interview verriet: "Ich bin über 50, und für eine Schauspielerin meines Alters gibt es nur noch sehr wenige Rollen. Was zwischen 40 und 80 ist, findet im Fernsehen kaum noch statt. Erst danach kann man wieder die rüstige Alte geben."

Einen kleinen Ausflug in einen Hollywood-Film gönnte sich Mareike Carrière 2011 dennoch: In David Cronenbergs "Eine dunkle Begierde" stand sie neben Hollywoodstars wie Keira Knightley und Michael Fassbender vor der Kamera. Zuletzt war die Schauspielerin 2013 im ZDF-Film "Frühlingsgefühle" an der Seite von Simone Thomalla zu sehen. Da hatte sich der Krebs bereits ausgebreitet, sie soll mit Perücke gedreht haben. Laut "Bild.de" litt Mareike Carrière bereits seit Anfang 2012 an Blasenkrebs. Später auch an Lungenkrebs.

"Meine Lebenszeit ist mir mit den Jahren immer wichtiger geworden", erklärte sie 2007. Zuletzt lebte Mareike Carrière mit ihrem Ehemann in Hamburg. Sie sei im Kreise ihrer Familie verstorben, teilte ihr Management mit.

NDR-Intendant Lutz Marmor kommentierte die Nachricht am Montag mit Bestürzung und würdigte in einer Stellungnahme die Verdienste der Schauspielerin. "Mareike Carrière hat sich schauspielerisch nie auf bestimmte Typen fixieren lassen. Ihre große Stärke war die Vielseitigkeit - vom Serienstar bis hin zur Charakterdarstellerin", so Marmor. Das Fernsehen verliere "eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie".

Quelle: teleschau - der mediendienst