Berlin feiert den asiatischen Film

Berlin feiert den asiatischen Film





Richard Linklaters Film "Boyhood" galt vielen als der große Favorit auf den Goldenen Bären. Doch nicht der Texaner räumte die begehrte Trophäe ab, vielmehr ging der Hauptpreis für viele überraschend nach China: Yi'nan Diao ist es mit seinem Kriminaldrama "Bai ri yan huo", englischer Titel "Black Coal, Thin Ice", gelungen, die Festival-Jury zu überzeugen. Auch Hauptdarsteller Fan Liao wurde ausgezeichnet. Linklater durfte zumindest den Silbernen Bären für die beste Regie mit nach Hause nehmen. Dass die Preisverleihung zu einem großen Abend des asiatischen Kinos wurde, dafür sorgte auch die Japanerin Haru Kuroki, die für ihre Darstellung in "Chiisai Ouchi" ("The Little House") ausgezeichnet wurde, genauso wie Diaos Landsmann Zeng Jian für seine Kameraarbeit in "Tui Na" ("Blind Massage"). Die deutsche Fahne konnte schließlich noch das Geschwisterpaar Anna und Dietrich Brüggemann hochhalten. Ihr Drehbuch zu "Kreuzweg", einem Film über fundamentalistisch katholische Erziehung, erhielt einen Silbernen Bären für das beste Drehbuch.

Quelle: teleschau - der mediendienst