Ken Loach stolz auf Ehren-Bären

Ken Loach stolz auf Ehren-Bären





Die Berlinale würdigt einen der Großen der Branche: Der britische Regisseur Ken Loach wurde für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Im Rahmen eines Galaabends im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz überreichte sein tschechischer Kollege Jirí Menzel dem 77-Jährigen die Auszeichnung: "Ich bin total überwältigt von der Großzügigkeit des Festivals", zeigte sich Loach sichtlich gerührt. Als ewiger Vertreter der Arbeiterklasse nutzte er seine Dankesrede, seinen Blick auf die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage zu richten: "Wir leben ein gutes Leben, wenn wir Filme machen. Doch die Welt wird dunkler - die Reichen reicher, die Armen ärmer. Die Gesellschaftsstrukturen werden für so viele auseinandergerissen. Wir zerstören, was wir die letzten zwei Generation aufgebaut haben, wir zerstören unsere Welt." Auch auf Europa im Speziellen ging die Regielegende ein: "Wenn wir kein Europa der Gleichheit haben, haben wir gar kein Europa." Mehrfach wurde Loach im Laufe seiner Karriere bei der Berlinale ausgezeichnet, etwa mit dem Preis der Ökumenischen Jury für seine Filme "Ae Fond Kiss" (2004) und "Ladybird Ladybird" (1994). Der Filmemacher erhielt außerdem die Goldene Palme (2006, "The Wind That Shakes the Barley") und weitere Jurypreise von den Filmfestspielen von Cannes, einen Goldenen Ehrenlöwen, einen Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk sowie Ehrendoktorwürden an mehreren Universitäten.

Quelle: teleschau - der mediendienst