Joan Fontaine ist tot

Joan Fontaine ist tot





Grace Kelly mag die bekannteste Hitchcock-Blondine gewesen sein, doch Joan Fontaine war die erfolgreichste: Die einzige Hauptdarstellerin, die für eine Rolle in einem Alfred-Hitchcock-Film einen Oscar erhielt, starb nun im Alter von 96 Jahren im kalifornischen Carmel-by-the-Sea. Fontaine, die als Joan de Beauvoir de Havilland geboren wurde, folgte 1934 ihrer älteren Schwester Olivia de Havilland nach Hollywood. Die Medien sollten später viel und gern über die Rivalität der beiden berichten. 1939 empfahl ihr Erfolgsproduzent David O. Selznick, für die Hauptrolle in Alfred Hitchcocks "Rebecca" vorzusprechen. Fontaine erhielt nicht nur die Rolle, sondern für ihre Darbietung in Hitchcocks amerikanischem Debüt auch ihre erste Oscarnominierung. Im Jahr darauf, mit ihrer Hauptrolle im Hitchcock-Thriller "Verdacht", setzte sie sich in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" schließlich durch - gegen ihre Schwester. Die dritte Oscarnominierung folgte 1943 für "Liebesleid". Auf eine Reihe Erfolge wie "Die Waise von Lowood" (1943), "Brief einer Unbekannten" (1948) und "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" (1952) folgten einige Misserfolge, sodass sich Fontaine 1966 entschied, nicht mehr in Kinofilmen mitzuspielen. Bis zu ihrem endgültigen Rückzug aus dem Filmgeschäft, 1994, nahm sie noch einige Fernsehrollen an. Fontaine, die sowohl britische als auch amerikanische Staatsbürgerin war, heiratete viermal und hatte zwei Kinder. Olivia de Havilland ließ über ihre Agentur mitteilen, sie sei schockiert und traurig über den Tod der jüngeren Schwester und dankte für die Anteilnahme.

Quelle: teleschau - der mediendienst